[iL*]
Patriarchat enteignen!
PATRIARCHAT ENTEIGNEN
(An dieser Stelle stand bisher ein Aufruf für die Kundgebung am 07.03.25. Dieser ist jetzt hier archiviert.)
Die Mieten explodieren, Wohnraum ist unfassbar knapp, Menschen werden aus ihren Wohnungen geworfen. Kultur, soziale Träger und Menschen mit geringem Einkommen werden verdrängt und die Stadt zu einem Ort für Reiche und Privilegierte. Auf politischer Ebene scheint es kein Interesse zu geben, daran etwas zu ändern.
Die Wohnsituation in dieser Stadt stellt insbesondere Betroffene von patriarchaler Gewalt vor riesige Herausforderungen. Aufgrund von struktureller Diskriminierung und durchschnittlich niedrigerem verfügbarem Einkommen sind FLINTA* dabei besonders von steigenden Mieten und der prekären Situation am Wohnungsmarkt betroffen. Von den 60.000 wohnungslosen Menschen gehören überproportional viele zur LGBTIQ+ Community.
Frauenhäuser und andere Schutzräume sind von der katastrophalen Situation betroffen und kämpfen mit steigenden Mieten und Gentrifizierung. Und das, obwohl in Deutschland ohnehin schon rund 12.000 Frauenhausplätze fehlen und im Durchschnitt an 80 % der Tage im Jahr keine Aufnahme in Frauenhäusern möglich ist, weil sie voll ausgelastet sind. Schutzsuchende werden in ihrer Situation systematisch allein gelassen und haben wenig Chancen, sichere Räume zu finden.
Den Betroffenen eine eigene Wohnung zu vermitteln, in denen sie ein Leben frei von Gewalt führen können, ist auf diesem Wohnungsmarkt eine Mammutaufgabe. Die durchschnittliche Wartezeit, bis eine Betroffene einen Mietvertrag in der Hand hält, beträgt 120 Tage, weshalb manche Betroffene irgendwann keine andere Option mehr haben, als zu ihren prügelnden Partnern zurückzukehren.
Wir fordern deshalb die feministische Vergesellschaftung von Wohnraum, um diesen, statt an Kapitalinteressen und patriarchaler Heteronormativität, an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen auszurichten.
Für eine queerfeministische Stadtpolitik, die sichere Räume für Schutzsuchende schafft, kollektive und selbstverwaltete Care-Tätigkeiten unterstützt und Beziehungsweisen jenseits der heteronormativen Kleinfamilie ermöglicht.
Für ein selbstbestimmtes, sicheres und freies Leben für alle!
Schließt euch am 05. September dem queerfeministischen Block auf der #Mietenwahnsinn-Demo an! Macht mit uns gemeinsam deutlich:
Eine gerechte Wohnungspolitik kann nur queerfeministisch sein! Wir sind queer, wir sind laut, weil ihr uns den Wohnraum klaut! Lasst uns das Patriarchat enteignen!
Auftaktkundgebung:
Samstag, 05.09.2026 13 Uhr, vor dem Roten Rathaus, 10178 Berlin-Mitte
Die Route führt durch Mitte, vom Roten Rathaus über die Museumsinsel, die Friedrichstraße, Unter den Linden und zurück zum Roten Rathaus.
Mit solidarischen Grüßen,
die Queerfeminismus-AG der iL-Berlin
Gegen den autoritären Staatsumbau – immer und überall!
In der vergangenen Woche hat das hessische Innenministerium den Verein Palästina e.V. verboten und mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt. Der Verein hat sich in den letzten Jahren für die Rechte der Palästinenser*innen eingesetzt – und dabei oftmals Positionen vertreten, die wir nicht teilen. Trotzdem sind wir wütend über das Verbot und den Applaus, den es erhält.
Das Verbot des Vereins reiht sich ein in die anhaltende Repression gegen palästinasolidarische Demos, Gruppen und Vereine. Es ist Ausdruck eines autoritären Staates, der mit Verboten um sich wirft, um den Protest gegen den Genozid in Gaza mundtot zu machen und Bewegungen zu spalten. Diese Repression trifft vor allem migrantische Communitys – und ist zugleich nicht zu trennen von der verstärkten Autoritarisierung und Militarisierung unserer Gesellschaft insgesamt. Sie ist Teil der gleichen Entwicklung, die sich auch in verstärkten politischen Angriffen gegen linke Buchläden, kritische Wissenschaften, antifaschistische Strukturen und die Bürger*innenrechte im Allgemeinen äußert. Wer diese Zusammenhänge nicht sieht, ist politisch naiv, blind oder hat längst seinen Frieden mit dem bürgerlichen Staat geschlossen.
Diese Feindschaft gegenüber der staatlichen Repression und den Herrschenden, die sie vorantreiben bedeutet nicht, die Positionen und die Praxis betroffener Gruppen und Zusammenhänge verteidigen oder teilen zu müssen. Aber sie ist die Grundlage, um in einer Welt der Kriege, Krisen und Katastrophen einen politischen Kompass zu bewahren. Die kritische Auseinandersetzung mit Rassismus, Antisemitismus und allen anderen Formen falscher Zuschreibungen oder Deutungsmuster in sozialen Bewegungen und politischen Zusammenhängen muss die gesellschaftliche Linke selbst leisten. Das können und dürfen wir nicht dem Staat und dem hessischen Innenministerium überlassen.
Wir stehen solidarisch an der Seite all jener, die sich gegen den Genozid in Gaza, die Entmenschlichung der Palästinenser*innen und die rechts-autoritäre Regierung in Israel einsetzen!
Gegen alle Kriege. Hoch die internationale Solidarität! Freiheit für Palästina!
[iL*]-Frankfurt
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Im Krieg. Gegen Krieg.
Überall ist Krieg. In den Nachrichten-sendungen, in den Reden der Politik, in den Kürzungen zu Gunsten ständiger Aufrüstung. Vor allem aber ist Krieg auf den Schlachtfeldern. Dort wo Bomben und Panzer jetzt gerade töten. Wo sich das Bild einer grausamen Zukunft zeigt, die der Militarismus in sich trägt wie die Wolke den Regen.
Doch wo es Krieg gibt, gibt es auch Widerstand gegen diesen. In unserer antimilitaristischen Veranstaltungsreihe in Mannheim haben wir zwischen September und November 2026 Menschen zu Gast, die von der Realität des Krieges ebenso wie vom Kampf gegen diesen berichten - von Venezuela über die Ukraine bis zur Westsahara.
Hier findet ihr einen Überblick über die geplanten Veranstaltungen. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert, wenn weitere Veranstaltungstermine feststehen.
11.09. 20 Uhr, SWK Mannheim, Fritz-Salm-Straße 10: Russland / Ukraine
Veranstaltung mit Ewgeniy Kasakow (Autor).
23.09. 19 Uhr, Ort tba: Der Krieg im Sudan - eine unbeachtete internationale Katastrophe
Von den Medien weitgehend ignoriert, findet im Sudan seit über drei Jahren ein Krieg zwischen zwei Generälen statt, der die größte humanitäre Katastrophe der Erde und eine weitreichende politische Krise ausgelöst hat. Internationale Mächte befördern den Krieg durch Waffenlieferungen, um imperialistische Interessen durchzusetzen. Für die Bevölkerung bedeutet der Krieg Bombardierungen, Massaker, Massenvergewaltigungen, Hungersnöte, Zerstörung der Infrastruktur und Vertreibung. Menschenrechtsorganisationen und die UN benennen den Krieg in Teilen als Genozid. Wir informieren über die Hintergründe des Krieges, die Kriegsparteien und ihre internationalen Unterstützer, sowie über regionale Auswirkungen. Wir sprechen über das Demokratiestreben der Zivilbevölkerung und den mutigen Aktivismus vieler Menschen im Sudan.
Nach dem Vortrag gibt es Zeit für Fragen und Diskussion.
3.11. 19 Uhr, Ort tba: Westsahara
Veranstaltung mit Smara Westsahara-Solidarität Frankfurt.
Ankündigungen zu weiteren Veranstaltungen zu Venezuela, Iran, Israel / Palästina und Kurdistan folgen.
Anmeldung & Programmteaser für die IL Konferenz
In der Dystopie der Gegenwart sind wir mehr denn je davon überzeugt, dass es eine radikale gesellschaftliche Linke braucht: organisiert, solidarisch und undogmatisch. Deswegen laden wir zur Konferenz "An den Kippunkten. Linke Strategien für die Zukunft" vom 23. bis 25. Oktober 2026 nach Berlin ein.
Die Anmeldung ist nun geöffnet und bis zum 05. September möglich. Wir freuen uns auf euch!
Außerdem gibt es nun einen ersten Teaser fürs Programm:
Rote Zone: Gernika 1937, der Fliegerhorst Wunstorf und die Verhältnisse im Baskenland heute
Am 26. April 1937 wurde die baskische Stadt Gernika/Guernica während des Spanischen (Bürger-)Krieges durch deutsche Luftwaffeneinheiten fast vollständig vernichtet. Ein Kriegsverbrechen, das weltweit Entsetzen auslöste und besonders
durch ein Gemälde Picassos bekannt wurde. Ein Teil der Täter kam von den Fliegerhorsten Wunstorf und Langenhagen.
Dies wurde seit Anfang der 1980er Jahre durch mehrere Publikationen des Arbeitskreises Regionalgeschichte bekannt. Im Umfeld des Lufttransportgeschwaders der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Wunstorf wurde zunächst alles bestritten, später relativiert. Schließlich musste man aber doch die zentrale Rolle des Flugplatzes für die Ausbildung der schweren Bombereinheiten der Legion Condor einräumen. Unterdessen knüpften Menschen aus der Region Hannover Kontakte nach Gernika, die bis heute gepflegt werden. Davon soll die Rede sein.
Auch zum 90. Jahrestag der Bombardierung am 26. April 2027 fährt wieder eine Reisegruppe ins spanische Baskenland.
Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.
Rote Zone: AMA - Was du schon immer von der IL Hannover wissen wolltest
Die Interventionistische Linke gibt es bundesweit seit fast 20 Jahren - in Hannover seit 2013. Was steckt dahinter? Avanti Popolo oder FelS in der Brandung? Was haben der Kommunistische Bund, Heinz Schenk und die AA/BO damit zu tun? Wer sind eigentlich Postautonome und was will die IL immer mit dieser Nähmaschine? Doch auch auf lokaler Ebene ranken sich Mythen und Gerüchte um die IL. Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen!
Seid dabei, wenn wir an diesem Abend Schlaglichter auf die Entstehungsgeschichte der IL werfen und vorstellen, was interventionistische Politik ausmachen sollte.
Da du nach dieser Ankündigung hoffentlich Redebedarf hast, stellen wir uns danach im Rahmen eines AMAs den Fragen, die DU uns schon immer mal stellen wolltet.
Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.
Rote Zone: Perspektive Ost - Utopien mit Leben füllen
„Perspektive Ost“ macht sich auf die Suche nach Antworten. In Ostdeutschland wurden 28 Initiativen besucht, die sich täglich für eine solidarische, demokratische Gesellschaft einsetzen. Das feministischen Forum, der migrantische Radiosender und das soziokulturelle Zentrum – sie alle zeigen: Utopien sind keine leeren Worte, sondern gelebte Praxis.
Entstanden ist daraus ein Dokumentarfilm und ein umfangreiches Magazin, das Stimmen vor Ort, Interviews und wissenschaftliche Perspektiven vereint. Die Projekte geben inspirierende Einblicke, wie im ländlichen ostdeutschen Raum an einer offenen, gerechten Zukunft gearbeitet wird.
Was bedeutet eine gesellschaftliche Perspektive im Osten? Wie sieht solidarisches, demokratisches Handeln konkret aus? Welche Utopien werden bereits heute verwirklicht – und was können wir daraus lernen?
Wir haben Perspektive Ost in die Rote Zone eingeladen und freuen uns auf den gemeinsamen Austausch.
Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.
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