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Aktualisiert: vor 14 Minuten 15 Sekunden

Lesung mit Lutz Taufer: Über Grenzen

20. September 2017 - 18:03

Lutz Taufer wurde 1944 in Süddeutschland geboren. Er politisierte sich in der 68er-Bewegung und schloss sich 1970 dem Sozialistischen Patientenkollektiv (SPK) in Heidelberg an. 1975 beteiligte er sich als Mitglied des Kommandos Holger Meins an der Geiselnahme und Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm. Er wurde 1977 zu zweimal lebenslänglich verurteilt und verbrachte zwanzig Jahre im Gefängnis. Nach seiner Haftentlassung arbeitete er bei einer brasilianischen NGO in den Favelas von Rio de Janeiro. Lutz Taufer ist heute Vorstandsmitglied des Weltfriedensdienstes.
Die Autobiografie Lutz Taufers beschreibt ein Leben voller politischer, kultureller, moralischer und geografischer Grenzüberschreitungen und ist ein fesselnder Beitrag zum Verständnis der RAF und der 68er-Linken.
Sein Leben gleicht einer Suchbewegung, in der das gesamte Terrain der westdeutschen radikalen Linken vermessen wird.

Eine Kooperation mit dem Buchladen Eulenspiegel.
Eintritt: 4.- / erm. 2.- €

Solidarität mit dem Streik an der Charité

15. September 2017 - 18:10

An der Charité wird seit Jahren für mehr Personal gekämpft. Ab Montag, 18.9., wird wieder gestreikt. Der Tarifvertrag - mit dem 2015 erstmals feste Personalquoten in einem Krankenhaus tariflich durchgesetzt wurden - soll nun nachgebessert werden, damit die Regelungen auch tatsächlich umgesetzt werden.
Wir unterstützen diese Auseinandersetzung und wir unterstützen den Streik. Natürlich wollen wir mehr. Wir wollen ein Gesundheitssytem, das nicht nach den Regeln des Markts funktioniert, sondern sich an den Bedürfnissen derjenigen orientiert, die hier leben und die darin arbeiten: Aufwertung von Sorgearbeit, Zugang zu medizinischer und pflegerischer Versorgung für alle, unabhängig davon, ob Menschen einen Pass haben oder keinen, egal welchen Pass sie haben, egal welchen Namen sie tragen; Sprechstunden, in denen sich Zeit genommen wird; Pflegekräfte, die nicht gestresst sind; notwendige Medikamente, die umsonst sind; Therapien, die wirklich helfen und nicht nur fit für den nächsten Tag machen; Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus, wenn es gewünscht wird; Visite von der Chefärztin, wenn es nötig ist; Operationen, wenn sie sinnvoll sind... 
Aber das alles muss erkämpft werden. Die Auseinandersetzung der Beschäftigten an der Charité kann ein Anfang für einen grundlegenden Wechsel sein. Die Streikenden stellen die Frage danach, wie viel Personal es für eine Versorgung braucht, die sich an den Bedürfnissen der Patient*innen, am medizinischen Bedarf und nicht zuletzt auch an den Ansprüchen der Pflegekräfte selbst orientiert. Das durchzusetzen heißt mit der Logik zu brechen, nach der Krankenhäuser wie Unternehmen organisiert werden und in der Fürsorge und Zuwendung wegrationalisiert werden. Auch die Gegenseite hat begriffen, dass es hier um etwas Grundlegendes geht, dass hier eine Bewegung die Profitorientierung im Gesundheitssystem politisch und auch materiell angreift. Umso wichtiger ist, dass auch wir uns organisieren und gemeinsam mit Beschäftigten und Patient*innen diese Auseinandersetzung um mehr Personal zu einer Auseinandersetzung um gute Gesundheit für alle machen.

Streikdemo

15. September 2017 - 18:03

An der Charité wird seit Jahren für mehr Personal gekämpft. Ab Montag, 18.9., wird wieder gestreikt. Der Tarifvertrag - mit dem 2015 erstmals feste Personalquoten in einem Krankenhaus tariflich durchgesetzt wurden - soll nun nachgebessert werden, damit die Regelungen auch tatsächlich umgesetzt werden.


Wir unterstützen diese Auseinandersetzung und wir unterstützen den Streik. Natürlich wollen wir mehr. Wir wollen ein Gesundheitssytem, das nicht nach den Regeln des Markts funktioniert, sondern sich an den Bedürfnissen derjenigen orientiert, die hier leben und die darin arbeiten: Aufwertung von Sorgearbeit, Zugang zu medizinischer und pflegerischer Versorgung für alle, unabhängig davon, ob Menschen einen Pass haben oder keinen, egal welchen Pass sie haben, egal welchen Namen sie tragen; Sprechstunden, in denen sich Zeit genommen wird; Pflegekräfte, die nicht gestresst sind; notwendige Medikamente, die umsonst sind; Therapien, die wirklich helfen und nicht nur fit für den nächsten Tag machen; Ein-Bett-Zimmer im Krankenhaus, wenn es gewünscht wird; Visite von der Chefärztin, wenn es nötig ist; Operationen, wenn sie sinnvoll sind... 


Aber das alles muss erkämpft werden. Die Auseinandersetzung der Beschäftigten an der Charité kann ein Anfang für einen grundlegenden Wechsel sein. Die Streikenden stellen die Frage danach, wie viel Personal es für eine Versorgung braucht, die sich an den Bedürfnissen der Patient*innen, am medizinischen Bedarf und nicht zuletzt auch an den Ansprüchen der Pflegekräfte selbst orientiert. Das durchzusetzen heißt mit der Logik zu brechen, nach der Krankenhäuser wie Unternehmen organisiert werden und in der Fürsorge und Zuwendung wegrationalisiert werden. Auch die Gegenseite hat begriffen, dass es hier um etwas Grundlegendes geht, dass hier eine Bewegung die Profitorientierung im Gesundheitssystem politisch und auch materiell angreift. Umso wichtiger ist, dass auch wir uns organisieren und gemeinsam mit Beschäftigten und Patient*innen diese Auseinandersetzung um mehr Personal zu einer Auseinandersetzung um gute Gesundheit für alle machen.


Deshalb kommt zur Streikdemo am Dienstag 19. September um 15.00 am Charité Campus Virchow Klinikum | Augustenburger Platz 1| 13353 Berlin | Glashalle. Von dort aus geht‘s zu einer Kundgebung vors Bundesgesundheitsministerium.

Café Arranca!

15. September 2017 - 10:49

Nach dem Sommerloch geht´s mit dem Freiraumcafe der IL direkt mit einem Mobivortrag zu den Gegenprotesten der Einheitsfeierlichkeiten um den 03. Oktober in Mainz weiter.
Zudem gibt es diesmal als vegane Verköstigung Spagetti Bolognese zum Selbstkostenpreis.

Aus dem Ankündigungstext:

Diesem Deutschland die Party crashen

Am 2. und 3. Oktober wird dieses Mal in Mainz mit einem Bürgerfest und offiziellen Festaktivitäten der Tag der deutschen Einheit gefeiert - ein Propagandaveranstaltung für die Nation. Das kann nicht unwidersprochen stehen bleiben.In der Infoveranstaltung wird der Aufruf gegen den Tag der deutschen Einheit vorgestellt. Auch wollen wir mit euch das Programm bzw. das geplante Gegenprogramm und den letzten Stand der Dinge teilen. Einen kleinen Kunstfilm zum Thema wird es auch geben.

Das Café arranca! ist ein neues Freiraum-Angebot im ASV im Jungbusch, welches immer am dritten Sonntag im Monat um 19 Uhr stattfindet. In gemütlicher, ungezwungener (Café-)Atmosphäre möchten wir euch einen Raum bieten, für Diskussion und politische Auseinandersetzung, um sich auszutauschen und kennenzulernen. Oder einfach um entspannt die Woche ausklingen zu lassen. Dazu gibt es leckeres, veganes Essen zum Selbstkostenpreis und regelmäßig einen politischen Input (Film/ Texte/ Vortrag).
Vokü: 19:00 Uhr, Vortrag ca. 20:00 Uhr, ASV, Beilstr. 12 Hinterhaus im Jungbusch.

Hier gehts zur Veranstaltung auf Facebook!

Was bleibt vom NSU Prozess? (ILTIS in Bermudas)

15. September 2017 - 10:46

»ILTIS in Bermudas«, Sendung 15: "Was bleibt vom NSU-Prozess?"

Die rassistische Mordserie des »Nationalsozia­listischen Untergrunds« (NSU) markiert eine Zäsur in der bundesrepublikanischen Ge­schichte. Seit 2013 läuft der Strafprozesses am Oberlandesgericht in München und mit jedem Bericht der NSU-Untersuchungsausschüsse kommen neue Zusammenhänge und Versäumnisse ans Tageslicht. Und doch sind die Taten des NSU, sein Netzwerk und die Rolle der Behörden noch lange nicht aufgeklärt.

Nicht zuletzt ein breites Netzwerk von antirassistischen Gruppen und Einzelpersonen begleitet den Prozess kritisch, recherchiert und dokumentiert, was die Morde, der Prozess und der Umgang mit ihnen über unsere Gesellschaft aussagt.

Wir sprechen mit Charlotte von der Initiative Keupstraße ist überall - Her yer Keup Caddesi, die sich zum Ziel gesetzt hat, die betroffenen Menschen aus der Keupstraße zu unterstützen und gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung zu setzen. Mit Fritz Burschel von NSU Watch, einem Bündnis, dessen Arbeitskern zurzeit in der Beobachtung des Strafprozesses am Oberlandesgericht in München besteht. Und mit Chana vom Tribunal 'NSU-Komplex-auflösen', das im Mai 2017 eine eigene umfangreiche Anklage formuliert hat, die kein Schlusspunkt, sondern ein An­fang sein soll.

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»ILTIS in Bermudas« ist der monatliche Polit-Talk im Bermuda Funk, veranstaltet von der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar.

Die Sendung wird jeden dritten Dienstag eines Monats um 22 Uhr ausgestrahlt und kurz vorher aufgenommen. Sie ist über den Livestream des bermuda.funks (http://bermudafunk.org/livestream.html) zu empfangen sowie auf den UKW-Frequenzen 89,6 MHz (MA) / 105,4 MHz (HD) und anschließend vorübergehend im Podcast des bermuda.funks und dauerhaft im Archiv von Freie-Radios.net (http://www.freie-radios.net/serie/iltisinbermudas) zu finden.

http://bermudafunk.org/sendungen/sendungen/iltis-in-bermudas.html

Unsere Wahl: Ungehorsam – Teilhabe – Solidarität!

13. September 2017 - 0:00
Warum wir am 16. September in Berlin auf die Straße gehen Am 16. September, eine Woche vor der Bundestagswahl, werden Tausende in Berlin bei der antirassistischen Parade „We´ll Come United!“ zusammenkommen. Auch diejenigen werden ihre Stimmen erheben, die in diesem Land kein Wahlrecht besitzen. Die Aktion wird getragen von einem bundesweiten Netzwerk aus migrantischen Communities, flüchtlingssolidarischen Gruppen und antirassistischen Aktivist_innen. Dieses Netzwerk baut insbesondere auf der antirassistischen Vernetzungsarbeit der letzten zwei Jahre auf (z.B. bei der Refugee Conference in Hamburg, der „No Border lasts forever“-Konferenz in Frankfurt, den Welcome2Stay-Treffen und vielen anderen Orten des Austausches).

Im Folgenden wollen wir als Interventionistische Linke – einer Organisation, in der nur wenige Menschen mit Fluchterfahrung aktiv sind – erläutern, warum wir zur Parade mit aufrufen und am 16. September mit vielen anderen gemeinsam auf die Straße gehen werden.

Vom „Sommer der Migration“ zum langen Winter der Entrechtung?
2015 haben Hunderttausende die mörderischen Grenzen Europas überwunden. Ihre Entschlossenheit setzte eines der wichtigsten aller globalen Rechte durch, für das immer wieder Ungehorsam gegen die Herrschenden geübt und Grenzen überwunden werden müssen: das fundamentale Recht auf Bewegungsfreiheit. Die Bewegung war nicht aufzuhalten. Sie kämpft für das Recht auf Rechte, für das Recht auf Anwesenheit und das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben. Wie sieht es heute, zwei Jahre nach dem „Sommer der Migration“ in Deutschland und Europa aus?
Wir beobachten eine Migrationspolitik der massiven Entrechtung, die auch heute wieder von gesellschaftlichem Rassismus legitimiert und getragen wird. Deutschland ist schon lange eine Migrationsgesellschaft, nicht erst seit zwei Jahren, sondern seit Jahrhunderten. Doch angesichts erstarkender Rechtsparteien setzt die Politik – ob Große Koalition oder viele der rotgrün-regierten Bundesländer – darauf, Menschen über immer neue Asylrechtsverschärfungen zu entrechten, zu diskriminieren und abzuschieben. Hunderttausende wissen immer noch nicht, ob sie bleiben können, über 200.000 gelten als „ausreisepflichtig“ und zahlreiche Menschen leben mit einem Ablehnungsbescheid oder einer „Duldung“. Diese Menschen sind weiterhin Angst und Unsicherheit über ihre Zukunft ausgesetzt und werden daran gehindert ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Migrant_innen werden per Gesetz einsortiert in solche mit guter und solche mit schlechter Bleibeperspektive. Der Zugang zu „Integrationsleistungen“ wird an die Bleibeperspektive gekoppelt. Wer am meisten von Ausgrenzung betroffen ist, z.B. Roma und Romnija, wird dauerhaft in die Unsicherheit der Nicht-Anerkennung gedrängt. Um die Abschiebepraxis zu legitimieren, werden Geflüchtete kriminalisiert, als „Straftäter_innen“ und „Gefährder_innen“ diskriminiert, und Herkunftsstaaten als sicher konstruiert. Mittlerweile wird nicht einmal davor zurückgeschreckt, in offensichtliche Kriegsgebiete wie Afghanistan abzuschieben – die deutsche Asylpolitik geht hier über Leichen, wie erste Berichte über Abgeschobene, die bei Anschlägen getötet wurden, belegen.
Und auch für die, die bleiben dürfen, gelten keineswegs gleiche Rechte. Vor allem in Großstädten müssen immer noch Tausende in Unterkünften ausharren, weil der Zugang zum Wohnungsmarkt für sie faktisch versperrt ist. Von gesellschaftlicher und politischer Partizipation ganz zu schweigen: Rund 8 Millionen Menschen, die in diesem Land leben, dürfen nicht wählen – obwohl sie mitunter seit Jahrzehnten hier sind, ein Teil dieser Gesellschaft sind.
Institutioneller Rassismus legitimiert gesellschaftlichen Rassismus, beide bedingen sich gegenseitig. Es gehört zum Alltag, dass Geflüchtete und Migrant_innen angegriffen, beleidigt und geschlagen werden. Der NSU war hier nur die Spitze des Eisberges, Orte wie Freital oder Heidenau sind keine Einzelfälle. Dieser Normalisierung von Alltagsrassismus müssen wir entschlossen entgegentreten. Wir dürfen die rassistischen Morde und die Versuche ihrer Vertuschung nie vergessen.
Gleichzeitig nimmt die mörderische Grenzpolitik der Europäischen Union billigend Tod und Leid in Kauf. Das Mittelmeer ist inzwischen zum größten Seegrab der Erde geworden. Der Ausbau der Festung Europa wird mit allen Mitteln fortgesetzt, die Grenze immer weiter vorverlagert und mit korrupten und verbrecherischen Regimes wie der Türkei, Libyen, dem Sudan oder Eritrea werden dreckige Deals geschlossen. Dabei ist es Europa, das mit seiner imperialistischen und neokolonialen Wirtschaftspolitik für Armut und Fluchtgründe mit verantwortlich ist. Im Kontext einer weltweiten kapitalistischen Ökonomie gründet der Wohlstand des Westens auf der Ausbeutung der Ressourcen anderer Länder, auf „Freihandelsverträgen“, die zugunsten westlicher Firmen die Märkte vor Ort zerstören und Menschen ihrer Lebensgrundlagen berauben. Und anstatt endlich sichere Fluchtwege zu schaffen, werden jetzt auch noch die zivilen Seenotretter_innen kriminalisiert. Das Sterben soll also weitergehen?!

Hoffnung entsteht aus Selbstermächtigung und praktischer Solidarität
Trotz aller Misere gibt es Hoffnung. Die kleinen und großen Kämpfe, die Bemühungen, sich dem Unrecht der Ordnung zu widersetzen, gehören ebenso zum Alltag in diesem Land. Einige davon sind sichtbar und unzählige sind unsichtbar, sei es in der Ausländerbehörde, in der Unterkunft oder bei der Anmeldung in der Schule. Seien es die Berufsschüler_innen in Nürnberg, die mit Sitzblockaden die Abschiebung ihres Mitschülers stoppten, oder die zahlreichen Demonstrationen, Hungerstreiks und Protestaktionen selbstorganisierter Gruppen Geflüchteter. Hatten sich zahlreiche „Willkommensinitiativen“ 2015 noch auf die drängendsten Formen alltäglicher sozialer Hilfe beschränkt, haben nicht wenige mittlerweile begonnen, sich auch politisch zu positionieren. An diese Entwicklungen müssen wir anknüpfen, Prozesse der Selbstorganisation unterstützen und Solidarität organisieren. 2017 heißt das für uns u.a. gegen Abschiebungen aktiv zu werden – gegen die nach Afghanistan, gegen die in alle anderen Länder.
Die Idee einer solidarischen Stadt, einer Solidarity City, ist dabei für uns ein Leitbild, eine konkrete Utopie. Dahinter steht die Vorstellung, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit – den gleichen Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und Rechten haben. Indem Fragen von Bleiben, aber auch von Gesundheit, Wohnen, Bildung und Arbeit, von der Zugehörigkeit zum Nationalstaat entkoppelt werden, wird eine neue, eine alternative Vorstellung des (städtischen) Gemeinwesens sichtbar. Gleichzeitig ist dies nicht nur eine Frage der Rechte von Migrant_innen: Kostenlose Gesundheitsversorgung oder bezahlbares Wohnen geht uns alle an, ob mit oder ohne deutschen Pass. In alltäglichen Projekten, sei es in der Beratung für Illegalisierte, in der Unterstützung bei Arbeitskonflikten oder in unseren sozialen Zentren, kann eine solidarische und rebellische Stadt von unten aufgebaut werden. Wenn der Sommer 2015 uns eines gezeigt hat, dann ist es, dass ein solidarisches Leben für Alle möglich ist und keine Utopie bleiben muss. Solidarität ist überall, sie ist unteilbar und sie ist das lebendige Gegenbild zu einer Gesellschaft des Egoismus, der Abschottung und des Wohlstandschauvinismus.

Diese Analyse zur Abschottungs- und Abschiebepolitik, Entrechtung, sowie den rassistischen Strukturen zeigt, dass wir in den gegenwärtigen neoliberalen kapitalistischen Zuständen einen Bruch mit diesen bürgerlich-gesellschaftlichen Verhältnissen voranbringen müssen: Deswegen organisieren wir uns als radikale Linke von unten - deswegen wollen wir in unseren antikapitalistischen, feministischen und Klima-Kämpfen die Bedingungen für eine Gesellschaft mit Bewegungsfreiheit und ohne Rassismus schaffen.

Eine Woche vor der Bundestagswahl wollen wir diese Solidarität aufzeigen, die Stimmen der Ungehörten sichtbar machen. Lasst uns deshalb weiter streiten – für die Anwesenheit und Rechte der Geflüchteten und Migrant_innen, gegen Abschiebungen, Rassismus und staatliche Entrechtung, für eine solidarische Gesellschaft!
Kommt am 16. September nach Berlin.

„Zeit für einen Aufschrei“ Unsere Alternative heißt Solidarität!

29. August 2017 - 23:14

Abschlusskundgebung Achidi-John-Platz, Rote Flora mit Beiträgen u.a. von:
VVN-BdA, Antilopen Gang, Seawatch, Fatoni, Alarmphone, Hosain & Elsam, Ibrahim Arslan, Docnest, Interventionistische Linke, Rana Esculenta, Flüchtlingsrat Hamburg, Eljot Quent, DIDF, G31

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl wollen wir ein sichtbares und unüberhörbares Zeichen gegen Faschismus, Rechtspopulismus und Fremdenhass setzen. Denn mit der Alternative für Deutschland (AfD) besteht die Gefahr, dass eine Partei in den Bundestag einzieht, die offen extrem rechte und in Teilen faschistische Positionen vertritt.

Die AfD steht für eine Politik, die Menschen nach ihrer Herkunft, Religion, nach ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Identität bewertet. Mit inszenierten Tabubrüchen sorgt sie gezielt dafür, dass rechtsradikale Ideen wieder gesellschaftsfähig werden. Ein möglicher Einzug in den Bundestag würde der AfD nicht nur massive finanzielle und strukturelle Mittel einbringen und ihnen ein weiteres Forum für ihre menschenverachtenden Positionen bieten, sondern diese auch als legitime demokratische Meinung erscheinen lassen. Bis jetzt konnte der Einzug extrem rechter Parteien in den Bundestag durch das Engagement einer breiten und offenen Zivilgesellschaft verhindert werden. Die Entschlossenheit von tausenden Menschen verhinderte immer wieder, dass die AfD durch Hamburg ziehen oder ungestört ihre Veranstaltungen abhalten konnte. Mit der gleichen Entschlossenheit wollen wir zeigen, dass die AfD im Bundestag nichts zu suchen hat. Wir wollen eine solidarische Gesellschaft aller Menschen, ohne Grenzen, ohne Konkurrenz und ohne Hetze.

Kommt auf die Straße und tragt mit uns diese Botschaft lautstark in die Stadt!

Jetzt mal Butter bei die Fische – unsere Alternative heißt Solidarität!

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