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Aktualisiert: vor 26 Minuten 58 Sekunden

AWAKE - A dream of standing rock

vor 1 Stunde 30 Minuten
Deutsch:

Wir freuen uns, Euch im Vorfeld von Ende Gelände 2017 ein absolutes Filmhighlight präsentieren zu können: AWAKE dokumentiert den friedlichen Widerstand der indigenen Bewohner_innen des Standing Rock Sioux Reservats nahe Cannon-Ball in North-Dakota gegen die Dakota Access Öl- Pipeline (DAPL).

Unter dem Motto #NODAPL kämpfen indigene Aktivist_innen um ihre ökologischen Lebensgrundlagen, ihr Land und ihr sauberes Wasser, aber auch um ihre Selbstbestimmungsrechte. Unterstützt wurden sie im Winter 2016 von tausenden solidarischen Menschen aus den gesamten USA und aus aller Welt. Standing Rock wurde zum Symbol und zur Inspirationsquelle der globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit. Der Film erzählt die dramatische Geschichte des Protests aus der Perspektive der Aktivist_innen und der Camp-Gemeinschaft vor Ort.

Am 22. April, dem alljährlichen Earth Day, feierte die neue Dokumentation der Regisseure Josh Fox, James Spione und Myron Dewey Premiere auf dem prestigeträchtigen Tribeca Film Festival in New York City. Wir bringen AWAKE und den #NODAPL – Widerstand im Rahmen eines Community-Screenings nach Berlin. Ihr erfahrt außerdem, auf welchen Wegen ihr Euch vom 24.-29. August im Rheinland mit Ende Gelände für globale Klimagerechtigkeit einsetzen könnt. Seid dabei bei den ersten öffentlichen Aufführungen außerhalb der USA!

Sprache: Englisch (ohne Untertitel), Dauer: 89 Minuten

 

English:

We are excited to present an absolute highlight movie in the run-up to Ende Gelände 2017: AWAKE follows the dramatic rise of the native-led peaceful resistance at the Standing Rock Sioux Reservation near Cannon Ball, North Dakota against the Dakot Access Oil Pipeline (DAPL).

Under the sloagn #NODAPL indigenous activists fought for their ecological sources of life, their land and clean water, but also for their right of self-determination. Thousands of activists converged from around the USA and from the entire world to stand in solidarity with the water protectors. Standing Rock became a symbol and a source of inspiration for the global climate justice movement. The film tells the dramatic story of the protests in the perspective of the activists and camp community.

On April 22nd, Earth Day, the documentary from directors Josh Fox, James Spione and Myron Dewey, premiered at the prestigious Tribeca Film Festival in New York City. We bring AWAKE and the #NODAPL resistance as a community screening to Berlin. Besides you will learn how you can take action for global climate justice from August 24th to 29th in the Rhineland with Ende Gelände. Join the first public screenings outside the US!

 

Language: English (ov), Duration: 89 minutes

AWAKE - A dream of standing rock

vor 2 Stunden 1 Minute
Deutsch:

Wir freuen uns, Euch im Vorfeld von Ende Gelände 2017 ein absolutes Filmhighlight präsentieren zu können: AWAKE dokumentiert den friedlichen Widerstand der indigenen Bewohner_innen des Standing Rock Sioux Reservats nahe Cannon-Ball in North-Dakota gegen die Dakota Access Öl- Pipeline (DAPL).

Unter dem Motto #NODAPL kämpfen indigene Aktivist_innen um ihre ökologischen Lebensgrundlagen, ihr Land und ihr sauberes Wasser, aber auch um ihre Selbstbestimmungsrechte. Unterstützt wurden sie im Winter 2016 von tausenden solidarischen Menschen aus den gesamten USA und aus aller Welt. Standing Rock wurde zum Symbol und zur Inspirationsquelle der globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit. Der Film erzählt die dramatische Geschichte des Protests aus der Perspektive der Aktivist_innen und der Camp-Gemeinschaft vor Ort.

Am 22. April, dem alljährlichen Earth Day, feierte die neue Dokumentation der Regisseure Josh Fox, James Spione und Myron Dewey Premiere auf dem prestigeträchtigen Tribeca Film Festival in New York City. Wir bringen AWAKE und den #NODAPL – Widerstand im Rahmen eines Community-Screenings nach Berlin. Ihr erfahrt außerdem, auf welchen Wegen ihr Euch vom 24.-29. August im Rheinland mit Ende Gelände für globale Klimagerechtigkeit einsetzen könnt. Seid dabei bei den ersten öffentlichen Aufführungen außerhalb der USA!

Sprache: Englisch (ohne Untertitel), Dauer: 89 Minuten

 

English:

We are excited to present an absolute highlight movie in the run-up to Ende Gelände 2017: AWAKE follows the dramatic rise of the native-led peaceful resistance at the Standing Rock Sioux Reservation near Cannon Ball, North Dakota against the Dakot Access Oil Pipeline (DAPL).

Under the sloagn #NODAPL indigenous activists fought for their ecological sources of life, their land and clean water, but also for their right of self-determination. Thousands of activists converged from around the USA and from the entire world to stand in solidarity with the water protectors. Standing Rock became a symbol and a source of inspiration for the global climate justice movement. The film tells the dramatic story of the protests in the perspective of the activists and camp community.

On April 22nd, Earth Day, the documentary from directors Josh Fox, James Spione and Myron Dewey, premiered at the prestigious Tribeca Film Festival in New York City. We bring AWAKE and the #NODAPL resistance as a community screening to Berlin. Besides you will learn how you can take action for global climate justice from August 24th to 29th in the Rhineland with Ende Gelände. Join the first public screenings outside the US!

 

Language: English (ov), Duration: 89 minutes

Ende Gelände dem Profit, der Ausbeutung und dem Klimawandel!

vor 4 Stunden 7 Minuten
Aufruf der Interventionistischen Linken zu den Aktionstagen im Rheinland vom 24.-29.8 & 3.-5.11.

Im April 2017 erreichte die Konzentration von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre den höchsten Wert seit etwa einer Million Jahren. Die "Kipppunkte" im Klimasystem, wodurch der Klimawandel in eine Phase eintritt, in der er sich selbst verstärkt und beschleunigt, rücken immer näher. Dennoch lassen politische Konsequenzen weiter auf sich warten. Regierungen und Konzerne, angetrieben durch kapitalistische Profit- und Wachstumszwänge, reden viel und unternehmen doch viel zu wenig. Sie träumen von einem grünen Kapitalismus und feuern die Profitmaschinerie weiter an, Hauptsache die 'Stimmung an den Märkten' stimmt. Wir aber sehen nicht weiter zu, wie sie auf ihren jährlichen Klimagipfeln schwammige Kompromisse beschließen, die am Ende doch niemanden verpflichten. Wir wissen: Ohne einen sofortigen Kohleausstieg ist der Kampf gegen den Klimawandel nicht zu gewinnen. Also nehmen wir das Ende der Braunkohle selbst in die Hand. Wir werden im August erneut zu Tausenden in das rheinische Kohlerevier gehen, um Bagger, Züge und Kraftwerke zu blockieren. Unsere Kampfansage lautet: "System change, not climate change!" Wir kommen, um die soziale Frage des 21. Jahrhunderts zu stellen, die nur eine globale sozial-ökologische Frage sein kann.

 Die soziale Frage des 21. Jahrhunderts 

Die ökologische Krise droht nicht, sie ist schon längst da. Vor allem ist sie kein Unfall oder bedauerliches Nebenprodukt eines funktionierenden Systems. Die ökologische Krise ist in die kapitalistische Logik des höher, schneller, weiter eingeschrieben. Noch immer werden die ehemaligen Kolonien ausgebeutet, doch seine finale Grenze findet die Wachstumsmaschine in den Grenzen des Planeten. Die Katastrophe wird immer weiter entgrenzt und umfasst bald die gesamte Erde. Das Kapital fragt nicht nach dem Schutz von Arbeiter*innen oder Umwelt, denn es kann auf die ökologische Krise, die es nur als Wachstumskrise wahrnimmt, nicht anders antworten als in der ihm einzig verständlichen Sprache der weiteren Expansion - sei es durch Krieg, die Entwicklung neuer Technologien oder die wirtschaftliche Ausbeutung bisher nicht kapitalistisch genutzter Territorien.

Rund die Hälfte der bekannten Tiere und Pflanzen ist bereits ausgerottet durch die Auswirkungen industrieller Landwirtschaft, durch Zerstörung von Wäldern und durch immer stärkere Verschmutzung von Wasser, Luft und Boden. Ackerland sowie frisches Trinkwasser werden zu einem knappen Gut in immer mehr Weltregionen. Hunderte Millionen Menschen, die von Subsistenzlandwirtschaft leben, werden durch den Klimawandel, Billigimporte oder gewaltsame Vertreibung bedroht, ganze Landstriche werden durch gewaltige Bergbauprojekte verwüstet. Die Auswirkungen des Klimawandels und der ökologischen Zerstörung treffen diejenigen am stärksten, die schon immer unter der kapitalistischen Expansion gelitten haben. Große Teile der Weltbevölkerung leben unter desolaten ökologischen Bedingungen, unter anderem weil ihre Ökosysteme für den imperialen Lebensstil des globalen Nordens ausgebeutet werden. Als logische Konsequenz eines Systems der unbegrenzten Umwandlung von lebendiger, lebensspendender Natur in totes, angehäuftes Kapital entsteht ein globales Umweltproletariat.

Deshalb gilt unsere Solidarität allen Bewegungen, die sich weltweit gegen Naturzerstörung und die Ausbeutung fossiler Energiequellen zur Wehr setzen, zum Beispiel den nordamerikanischen Indigenen, die gegen die Keystone XL Pipeline kämpfen. Mit Ende Gelände! setzen wir ein starkes Zeichen für Klimagerechtigkeit - Im Herzen des kapitalistischen Wachstumsregimes, gegen den Klimawandel und seine Nutznießer*innen, gegen das weiter so wie bisher.

 

Omnia sunt communia! - Alles gehört allen!

Auch wenn die Aussichten düster sind und die Plünderung unserer Lebensgrundlagen scheinbar unaufhaltsam fortschreitet, sind wir entschlossen für das scheinbar Unmögliche zu kämpfen, für den revolutionären Bruch und eine solidarische Gesellschaft. Zum 500. Jahrestag der Bauernaufstände ist Thomas Müntzers Motto aktuell wie nie: Omnia sunt communia. Alle sind gleich. Alles gehört allen gemeinsam. Alle sind gemeinsam verantwortlich. Die Erde ist commun und sie soll auch so behandelt werden. Aber dafür müssen wir die Erde dem Kapital und, den Kapitalist*innen ihre Macht entreißen. In diesem Sinne wollen wir einen ökologischen, feministischen, einen globalen Kommunismus. Wir wollen Freiheit, Gleichheit und Solidarität statt Autoritäten, Hierarchien und Konkurrenz. Wir wollen eine Wirtschaft, die realen menschlichen Bedürfnissen dient, statt Profit und Konsum zu steigern. Eine Wirtschaft, die die planetaren Grenzen achtet und unsere Lebensgrundlagen erhält. Wir wollen Klimagerechtigkeit und eine bessere Welt für alle.

Unsere Forderung nach globaler Klimagerechtigkeit ist legitim und wird dennoch immer stärker kriminalisiert. Wir erleben Gesetzesverschärfungen, die durch massive Strafen davor abschrecken sollen, Widerstand auf die Straße zu tragen. Strafanzeigen und Unterlassungserklärungen sollen uns im Namen des Rechtsstaats dazu zwingen, den Schutz des Klimas und der Biosphäre zu unterlassen. Wir schütteln die Köpfe angesichts der Repression von Menschen, die doch nur mit aller Kraft versuchen, der Zerstörung der Welt zu begegnen.

 

Systemwandel statt Klimawandel!

Eine Kohleblockade allein ist noch kein politisches Programm. Ein Kohleausstieg ist noch keine Revolution. Eine Gesellschaft, wie wir sie uns vorstellen, wird entlang zahlreicher Brüche erkämpft werden. Sei es die Vergesellschaftung der großen Energiekonzerne; sei es ein kostenfreier öffentlicher Personennahverkehr; seien es weltweite Agrarreformen zur Stärkung kleinbäuerlicher, selbstbestimmter Landwirtschaft; sei es eine massive Arbeitszeitverkürzung unter Lohnausgleich und besonderer Unterstützung für Menschen mit vielen Sorgeaufgaben; sei es die demokratische Gestaltung eines gerechten Übergangs in den vom Braunkohletagebau betroffenen Regionen gemeinsam mit den Arbeiter*innen, nicht gegen sie. All diese Brüche im Einzelnen sind keine revolutionären Umwälzungen, aber sie sind Schritte auf dem weiten Weg einer radikalen Transformation zur Ermöglichung eines guten Lebens für alle. Die soziale und ökologische Frage gehören zusammen und lassen sich nicht jenseits der Machtfrage beantworten.

Auf diesem Weg ist Ende Gelände! für uns ein wichtiger nächster Schritt. Es ist auch der Erfolg von Ende Gelände!, dass sich herumspricht: Keine Zukunft mit der Kohle! Die Braunkohleindustrie spürt den Gegenwind bereits mächtig über ihre Reviere fegen. Ihre Börsenkurse brechen ein, ihre Profitaussichten verschlechtern sich drastisch. Um ihre Lobbyisten-Besatzung herum wird es allmählich einsam auf dem sinkenden Schiff, denn Verbrennung von Kohle gilt in immer breiteren Kreisen der Gesellschaft als inakzeptabler Irrweg. Importe von Steinkohle, die in anderen Weltregionen unter noch schlimmeren Bedingungen gefördert wird, sind dafür kein Ausweg. Mit Ende Gelände! intervenieren wir in diese gesellschaftlichen Aushandlungsprozesse - gemeinsam, entschlossen und mit einer klaren Botschaft der globalen Solidarität.

Ende Gelände! ist Teil einer transnationalen Bewegung für Klimagerechtigkeit und ein wichtiger Ort der Zusammenkunft für die Klimabewegung in Europa. Der Erfolg des vergangenen Jahres, als 4.000 Aktivist*innen die Lausitzer Braunkohle blockierten, war ein Meilenstein in der jüngeren Geschichte unserer Bewegung. Lasst uns 2017 daran anknüpfen! Kommt mit uns ins rheinische Braunkohlerevier unter dem Motto: "Wir schaffen ein Klima der Gerechtigkeit!" Vom 24. - 29. August und vom 4-5. November während der UN-Klimakonferenz. Wir wollen den Systemwandel, um den Klimawandel aufzuhalten!

 

Infos: www.ende-gelaende.org

»Alles anders« im Juli: Die AfD – ein rechtes Projekt formiert sich.

24. Juli 2017 - 21:17
Seit ihrer Gründung 2013 hat sich mit der sogenannten Alternative für Deutschland ein rechtes Projekt formiert, das sich zu einem Sammelbecken für nationalistische und völkische Kräfte jenseits der CDU entwickelt hat. Gemeinsam wollen wir mit euch u.a. folgende Fragen diskutieren: Gibt es wirklich einen gesellschaftlichen Rechtsruck oder finden schon lange vorhandene Einstellungen ihren politischen Ausdruck? Was sind die Ziele dieser Partei und welche Ideologien stecken dahinter? Wer sind die zentralen Akteur_innen, wer die Wähler_innen? Und vor allem: was können wir als Antifaschist_innen dem entgegensetzen?

Donnerstag, 27.Juli | 18.30 Uhr | Linkes Zentrum Freiburg ¡adelante!

Was ist »Alles anders«?
»Alles anders« ist ein offener Gesprächsabend mit der Antifaschistischen Linken Freiburg (IL). In entspannter Atmosphäre wollen wir uns über aktuelle politische Themen, Strategien und Handlungsalternativen austauschen. Dabei steht jeder Abend unter einem thematischen Schwerpunkt – vom Aufstieg der AfD über Klimakämpfe bis hin zur Frage, warum wir noch immer im Kapitalismus leben. Egal, ob ihr nur reinschnuppern, einen geselligen Abend verbringen oder mitdiskutieren wollt – jede_r ist herzlich willkommen. Wir freuen uns auf euch!

Openair-Kino Jungbusch - Die Suffragettenbewegung

21. Juli 2017 - 8:16

Anfang des 20. Jahrhunderts organisieren sich Frauenrechtlicherinnen in Großbritannien und den USA, um das durchzusetzen, was uns heute selbstverständlich erscheint: Ein allgemeines Wahlrecht - auch für Frauen. Ihre Proteste beinhalten verschiedene Formen des zivilen Ungehorsams und reichen von passivem Widerstand, über die Störungen von Veranstaltungen bis hin zu Hungerstreiks. Sie übernehmen eine Bezeichnung der britischen Presse und nennen sich Suffragetten.

In dem schön hergerichteten Innenhof des Kulturgarten Jungbusch präsentieren wir euch einen aufregenden und spannenden Film über die Anfänge der Suffragettenbewegung in Großbritannien. Herzliche Einladung! Der Eintritt ist frei. Für Getränke ist gesorgt.

Hier geht es zur Veranstaltung auf Facebook.

The rebellious hope of Hamburg

20. Juli 2017 - 13:48
A first, preliminary assessment by the Interventionist Left Demonstration: Solidarity without borders

Let’s say the most important thing first: Hamburg was not only under a state of emergency enforced by the police for one week, which should be a warning for us. No, it was as important that tens of thousands defied it. Tens of thousands were not scared or took to the streets despite their fear. Every demonstration, every “cornering” and every tent that was put up was under the permanent and omnipresent threat of police force. Nobody was safe from it. That is the frame in which every single action and each number of participants have to be seen. This courage and this disobedience – from young to old, from peaceful to militant, from political to cultural – remains. This sign will also be understood by our friends in Brazil, Greece or South Africa. No matter what the press says, no matter what the polls say. The political calculation, to isolate the left through repression and defamation, has proven a devastating failure on the streets and has been turned on its head. Maybe Olaf Scholz and his units would have been able to deal with a few leftists – but they were not able to manage that great parts of the population showed their solidarity. Through their own bodies. On the streets. In masses and disobediently, in every form and color.

Summit of 20, Summit of Many
Let’s shortly talk about their summit: Angela Merkel has thoroughly failed her G20-show. Concrete results of this summit, that cost at least 400 million and for which a week-long state of emergency had been declared in a city with over a million inhabitants? None! The promise of a “festival of democracy” or of a summit without almost any impairment? Broken! The attempt to keep the protests far away and small with a huge police invasion and a rigorous policy of prohibition? Failed. Disaster has been a term often used by the bourgeois press. Olaf Scholz and his interior senator have made complete fools of themselves. Summit meetings of this scale in a big city in Western Europe? Unthinkable for years. All the lack of perspective and the sadness of global capitalism that doesn’t promise any future got tangible in their hollow summit theater. It is therefore not only the riot of Friday night that lets politicians and the media cry out, but also their defeat on the streets. They cannot permit that this defeat appears as our victory.
Now about our summit: We didn’t only want to disturb the spectacle of power, we wanted more. We wanted a rebellion of hope, to disrupt the denial of alternatives and demonstrate that resistance and fundamental opposition are coming from the left. That the real conflict about and in Hamburg would actually take place as a resistance against the state of emergency, as a conflict about democracy, as a fight about the right to the city – that was of course not planned, but it corresponded to the matter itself. The old motto of the globalization movement “Think global, act local” has taken on an interesting and new meaning in Hamburg.

A week of disobedience
The week of rebellion started with an intimidation and a threat: We should be nowhere. Sleep nowhere, eat nowhere and not be political subjects within 38 square km.  Our places to sleep and to assemble were brutally harassed and removed. The police revolted against the judiciary. Their occupying army militarized the city. But in the end the many where everywhere and they had lost their fear.
That was in no small part due to the overwhelming solidarity in Hamburg. People shared their living spaces. Tents were put up in backyards. Several churches in St. Pauli and Altona opened their doors and camps formed around them. The Schauspielhaus let people in to sleep and eat, just like the FC St. Pauli. They wanted to drive us apart, to separate and divide us, but the opposite happened: The bond of friendship and solidarity between very different people and spectra grew stronger and stronger – and it will outlast the days of protest and resistance.

3 Days Awake
The change from intimidation and powerlessness started with the “mass-cornering” on Tuesday and the water cannon-attacks of the police at Arrivati parc. People retreated briefly, but they wouldn’t let disperse themselves anymore. The fear slowly gave way to defiance and self-confidence. The police wanted to occupy the city and its public places. The strong response was the demo-rave by AllesAllen, more than 20 000 came together and danced against G20. Thereby the dam of powerlessness was broken.

Then on Thursday there was the police assault on “Welcome to Hell” that was excessively brutal and enforced without any provocation. It was obvious to all that the senate and the police had already decided beforehand to not let the approved demonstration run. But despite the beating, despite the massive deployment of pepper spray, despite a police brutality that could have ended deadly at this point: The demonstration gathered again, new people joined, showed solidarity and finally they walked. “This is our city” was a slogan that from then on was hurled against the police over and over again.

BlockG20
The rebellion of hope took place, a solidarity and courageous revolt of the many. The G20 summit could not take place without us making a noticeable and perceptible difference. The “blue zone” existed only in the heads of the summit strategists, practically it had no meaning on Friday, on the day of the blockades.
The actions of BlockG20 started with the collective refusal to accept the zone in which demonstrations were prohibited. From all sides, we advanced to the protocol routes. We were attacked, stopped and beaten. But we stood up, gathered again and kept on. And indeed, we managed to disturb the schedule of the summit. Donald Trump was late, Melania Trump could not leave the guest house of the senate, several delegations had to turn around due to blockades, a meeting with the minister of finance Schäuble was cancelled and the concert in the Elbphilharmonie could only begin after a considerable delay.
Crucial for this success was the good planning and preparation through action trainings as well as the disobedient and brave spontaneity of the many. The colors of the fingers filled the streets, they flowed, flooded and congested. And they took on a life of their own when during the day they developed from an organized blockade of the protocol routes to a spontaneous occupation of the city by the crowd.  We rediscovered to be amazed, amazed about how irresistible and unstoppable the spirit of rebellion flowed through the city. People of Hamburg, activist travelers, newly politicized and above all the youth stood up to the arrogance of power. Now more than ever.

Solidarity without borders
In the end 76.000 people joined against a world of fear. They followed the common call for the demonstration. The government demonstration of the Social Democratic and the Green Party that took place at the same time was only an embarrassing side note. All those protestors came although they should have been rendered scared, although they had been told by the media and the Federal Intelligence Service how many dangerous left-wing extremists would be part of the demonstration. They came nevertheless and they came for this very reason. Together we spoke up for a solidarity without borders, against the world of the G20 and their capitalism, for a better life.

“Ganz Hamburg…”
Among the pictures of resistance are also those where people had enough, where they fought back – and where this fightback turned into actions which were not directed against the summit or the state power, but also against local residents and shops. Those were not our actions. The Interventionist Left stands for the global solidarity summit, for BlockG20 and for the great demonstration. There we said what we would do – and did, what we said.

But we cannot and do not want to detach the fires of that Friday night from the state of emergency within they took place. If the police throughout days harasses, beats and injures people, acts like an occupation army that seems to never have heard of de-escalation, then a spontaneous response at some point is inevitable. We have already said in advance that we would not distance ourselves and that we would not forget on which side we stand. We do not add our voice to that of those people who now talk about “criminals” and who put the melange of organized militants and enraged youngsters in vicinity to neo-Nazis. The disruption and rejection of the existing system, that underlay these actions, even if we frequently consider them wrong in their forms and aims, is appreciated by us.
As far as these actions were conducted by organized groups, we find it problematic that they don’t assume responsibility but instead leave it to other political spectra to talk with, for and about them. We will talk critically about the political concept of insurrectionalism which indeed stills the hunger for rebellion but from which does not arise hope and solidarity.

Schanze & Co.
On our side are also many residents of St. Pauli, of the Schanze district and of Altona. Not a few of us live there themselves. Without them, without their practical solidarity, these days of protest against the summit would not have been possible. When they are attacked and threatened, when actions are suddenly not directed against the summit anymore but also against our friends in the district, we stand on their side.
We continue to be an Interventionist Left that lives in the city district. We are part of this city and of these districts, part of the right-to-the-city-movement. We will engage in a dialogue with all those who are on our side. With those who endorsed it and those who cannot see any political act in it. We want to listen and to learn because as left radicals we cannot simply talk away the social realities but have to move within them.

The days after
One last clear word concerning solidarity: Against all attacks by the media and all threats of eviction we stand firmly alongside the Rote Flora that from its point of view has said everything that was necessary about the riots on Friday night. We are just as solidary with the G20-Entern-groups and all the others that are now in the focus of state repression. And we will support all those who are still in prison or are hit by repression. You are not alone!
At the same time, we detest the hypocritical double standards of parts of the bourgeois and political class. They need the images of burning cars and smashed windows to get the images of those drowning in the Mediterranean, of the victims of their wars or the homeless that sleep under the display windows of their favorite shops out of their head. We are shocked: So thin is the civilizing varnish, under which are hidden supposedly liberal people’s hatred against every questioning of the existing order and their police-state punishment fantasy. Instead it must be talked about the excessive police brutality during these days, about the legitimization of this state of emergency and about how to organize broad and solidary resistance against all this.
We cannot understand how in a country, where ten years could pass until a murdering right-wing terror network was even discovered and where refugees are attacked daily, only one day has to go by until so many people speak of leftist “terror”.

We’ll meet again…
For the future, we will thoroughly analyze which forms of action and which political strategies are appropriate under the conditions of a policy civil war training in an urban area. We will comment on this and on the other principal questions raised in due time and after in-depth discussion.
What remains is the look back on an encouraging summit week with a wide variety of actions and forms of resistance that have mobilized and given strength to tens of thousands, from the autonomous political scene to unions that agreed on the rejection of the G20, the summit meeting and its effects in Hamburg. Hamburg was the rebellious city that has enlivened this protest. We took courage and confidence, in ourselves and our allies that stood with us. These days of Hamburg went deeper than opinion polls and medial moods. They will still be alive when nobody knows who Olaf Scholz was anymore. They carry us to the fights that are still ahead of us until everything will be finally completely different.

Vom Roten Berlin zur Privatisierung - und zurück? Öffentlicher Wohnungsbau und Privatisierung am Beispiel der Britzer Hufeisensiedlung

19. Juli 2017 - 15:28
Von 1924 bis 1930 war Berlin eine Musterstadt für öffentlichen Wohnungsbau. Nach dem Ende der großen Inflation von 1923 wurde eine "Hauszinssteuer" erlassen, die Immobilienbesitzer belastete und deren Erlöse in den Sozialen Wohnungsbau flossen, ein Reformprogramm getragen maßgeblich von Gewerkschaften und Sozialdemokratie. Gebaut wurde durch gemeinnützige Gesellschaften in Landeseigentum oder durch Genossenschaften. Die Bauten jener Zeit waren auch architektonisch Avantgarde, wie die Britzer Hufeisensiedlung, die noch heute von Touristinnen und Touristen besichtigt wird. Der Soziale Wohnungsbau war jedoch nicht unumstritten: die KPD kritisierte, dass die wirklich Bedürftigen sich die Wohnungen nicht leisten konnten, zudem geriet er bereits um 1930 ins Wanken, in der Weltwirtschaftskrise konnten die ehrgeizigen Bauprogramme nicht fortgesetzt werden.

Dennoch hatten viele der damals entstandenen gemeinnützigen Wohnungsgesellschaften bestand bis in die 1990er Jahre und wirkten über Generationen mietpreisdämpfend. Erst im neuen Jahrtausend wurden sie privatisiert und verkauft - die Hufeisensiedlung gehört heute der "Deutsche Wohnen AG" und ist Objekt von Börsenspekulation.

Gemeinsam mit  einem Historiker vom Museum Neukölln und einem engagierten Anwohner wollen wir die Hufeisensiedlung besichtigen, wir erfahren mehr über Wohn-Ideale der 1920er und ihre Abwicklung seit den 1990ern. Danach gibt es Gelegenheit zur Debatte über öffentliches Wohneigentum, Privatisierung und Kämpfe um Re-Kommunalisierung.

Zeit: 22. Juli 2017 - 14 Uhr
Treffpunkt: Fritz-Reuter-Allee am Südausgang des U-Bahnhofs Blaschkoallee

Die Führung dauert ca. 2 Stunden, danach ist Gelegenheit zur Diskussion.

Die Zahl der Plätze ist auf 20 Personen beschränkt, da man sonst kein Wort versteht.
Bitte meldet euch daher per mail an unter fehler7[ätt]gmx.net

Mannheim: Telling a different Story about Hamburg

19. Juli 2017 - 15:06

Alle sprechen über #G20. Dabei klaffen die Erfahrungen derjenigen, die in Hamburg waren und das mediale Bild der Ereignisse weit auseinander. Deshalb wollen wir einen Ort bieten, an dem die Ereignisse der letzten Woche gemeinsam politisch bewerten und aus erster Hand berichten. Von einer neuen Qualität des Ausnahmezustand (Außerkraftsetzung der Versammlungsfreiheit, Einsatz militarisierter Spezialkräfte) und einer Polizei, die sich weder an Gerichtsentscheidungen, noch an Gesetze gebunden fühlt und ihren Gewaltfantasien freien Lauf lässt. Aber auch von Erfreulichem: Ganze Stadtteile widersetzten sich solidarisch der Besatzung durch 20.000 Polizeikräfte und haben die Inszenierung des Gipfels empfindlich gestört.


Angesichts der Riots von Freitagnacht wird die linke Militanzdebatte mit einer Intensität geführt, wie lange nicht mehr. Auch die Reaktion der Reaktion wirkt bedrohlich: In Mannheim meinen einige Pressevertreter*innen einen Ursprung der Ausschreitungen in den lokalen Freiräumen gefunden haben, die FAZ spricht von „rotem Faschismus“, wer das brutale Vorgehen der Polizei kritisiert, wird der geistigen Komplizenschaft bezichtigt. Dabei fällt sogar eine der wichtigsten Fragen unter den Tisch: Haben wir eine Kritik der G20 verbreiten können oder überspielt die aufgepeitschte Gewaltdebatte erfolgreich die Ergebnislosigkeit des Gipfels?

All das wollen wir mit euch gemeinsam diskutieren, egal ob ihr in Hamburg wart oder nicht.

### Den Ort der Veranstaltung werden wir euch noch mitteilen ###

Für weitere Erfahrungsberichte aus Hamburg empfehlen wir die Mediathek des Bermuda Funks. In der 16Uhr-Sendung am 18. Juli (Sonar) berichtete ein Gruppenmitglied im Liveinterview. Um 22 Uhr lief dann die aktuelle Ausgabe unserer Radiosenmdung ILTIS in Bermudas: Wo geht's hier ins Gefahrengebiet? (G20-Special). Reinhören lohnt sich!

Hier findet ihr die Veranstaltung auf Facebook.

Iltis in Bermudas am 18. Juli

17. Juli 2017 - 21:07
Wo geht's hier ins Gefahrengebiet? (G20-Special) Iltis in Bermudas - Gefahrengebiet G20 Special Cornern, tanzen, radfahren, blockieren, demonstrieren - zig Aktionen und Veranstaltungen hatten Aktivist*innen rund um den G20-Gipfel geplant, um ihren Protest gegen eine Politik der Hoffnungslosigkeit auszudrücken. "Hoffnung entsteht aus Rebellion", fanden nicht zuletzt die Aktivist*innen von BlockG20.

Wir waren mit dabei und haben Aktivist*innen vor, während und nach den Protesten in Hamburg interviewt. Es moderieren und fragen Judith, Elmar und Basti. Unsere Interviewspartner*innen sind Emily, Raul, Vanessa, Jonas und Nico. Dazu gibts wie immer passende Musik! Wer also wissen will, wie die Proteste rund um den G20-Gipfel wirlkich waren: Reinhören!
 

»ILTIS in Bermudas« ist der monatliche Polit-Talk im bermuda.funk, veranstaltet von der Interventionistischen Linken Rhein-Neckar.

Die Sendung wird jeden dritten Dienstag eines Monats um 22 Uhr ausgestrahlt und kurz vorher aufgenommen. Sie ist über den Livestream des bermuda.funks zu empfangen sowie auf den UKW-Frequenzen 89,6 MHz (MA) / 105,4 MHz (HD) und anschließend vorübergehend im Podcast des bermuda.funks und dauerhaft im Archiv von Freie-Radios.net zu finden.

G20 und nun?

16. Juli 2017 - 19:20
Austausch / Gespräche / Beratung

Ereignisreiche Tage in Hamburg liegen hinter uns, die geprägt waren von tagelangen,
massenhaften und vielfältigen Protesten, aber auch von massiver Repression und Polizeigewalt, die bei vielen von uns ihre positiven wie negativen Spuren hinterlassen haben werden.

Solidarität braucht Raum für Gespräche und Reflexion.
Wir werden am Donnerstag im UJZ Kornstraße mit allen Interessierten die Aktionstage gegen den G20-Gipfel auf verschiedenen Ebenen reflektieren. Wir denken daran, Möglichkeiten zu schaffen um in großer Runde, in mehreren kleineren Runden oder in Einzelgesprächen über gemachte Erfahrungen, gesehene oder erlittene Repression und was uns sonst noch so einfällt, zu sprechen.
Nicht nur wer in Hamburg Ärger mit der Polizei hatte und nun Rat sucht, ist herzlich willkommen. Auch der Austausch über Gedanken zum ‘Wie weiter danach?'‘ ist möglich.

Solidarität braucht Offenheit und Austausch.
Wir werden eine Grundstruktur stellen, aber es gibt genug Raum für eure Ideen, Vorschläge und Bedürfnisse!
Und um es noch ein bisschen angenehmer zu gestalten, soll es Kaffee, Tee und Kuchen geben. Wir backen welche, würden uns aber auch noch über Mitgebrachtes freuen!
Wer zu dem Termin nicht kann: Schreibt uns gerne eine Mail an hannover@rote-hilfe.de

Erste Texte zu einer politischen Aufarbeitung der Ereignisse gibt es bereits, z.B. hier:

Widerstand braucht Solidarität - Solidarität braucht Strukturen

Lest die Rote Hilfe Zeitung und tretet der Roten Hilfe e.V. bei.

Ansonsten:

Solidarität braucht Widerstand
Keine Aussagen bei Polizei und Staatsanwaltschaft! Keine Kooperation mit den Repressionsbehörden!
Das heißt auch: Wieder zurück zu Hause haben alle das Bedürfnis über das Erlebte zu sprechen, zu berichten, sich auszutauschen. Das ist richtig und wichtig, vor allem auch um erlebte Repression und Gewalt verarbeiten zu können.
Dennoch eine Bitte: Polizei und Staatsschutz haben ein großes Interesse an Informationen, ("Wer ist wann wo gewesen…, hat was gemacht gesehen oder gehört…") Bitte seid daher vorsichtig, mit wem und wo ihr welche Informationen austauscht. Gedächtnisprotokolle sind sinnvoll. Bringt diese bei der Roten Hilfe e.V. vorbei.
Manche sollten vielleicht ihre Wohnungen noch einmal sorgfältig aufräumen. Manchmal gibt es auch noch Wochen später und mit den absurdesten Begründungen Hausdurchsuchungen: Daher alles, was euch mit Aktionen in Hamburg in Verbindung bringen kann, besser verschwinden lassen.
Das betrifft vor allem auch Fotos und Videos auf dem Handy!
Solltet ihr Post von Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gericht erhalten, kommt in die wöchentliche Sprechstunde von EA oder Roter Hilfe:
Jeden Montag ab ca.19.00 Uhr oder zur Roten Hilfe jeden ersten Sonntag im Monat ab 16.00 Uhr

Last but not least:

Solidarität braucht Geld. Spendet für die G20-Kampagne der Roten Hilfe!
Spenden! Widerstand braucht Solidarität!

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Interventionistische Linke Hannover und Rote Hilfe e.V. Hannover

Beiträge gesucht für arranca #52

16. Juli 2017 - 14:49
Call for participation: Sex

Seit ein paar Wochen ist die arranca #51 draußen, "Return to Castle Wolfenstein? Strategien gegen Rechts." Nun arbeiten wir an der arranca #52 zum Thema Sex. Dafür brauchen wir eure Beiträge.

Bitte meldet euch bis zum 9. August mit euren Ideen. Die fertigen Artikel müssen dann bis zum 13. September da sein.

Nach 21 Jahren haben wir mal wieder Lust auf Sex. Im April 1996 erschien mit Nummer 8 die erste «Sexausgabe» der arranca! und sorgte prompt für hitzige Debatten – inklusive Boykottaufruf und allem Pipapo – die bis jetzt nachhallen. Auch wenn wir glauben, dass die Debatte heute anders ausfallen wird, gilt nach wie vor: Sexualität ist ein politisches Thema. Unsere Sexualitäten sind Kampffeld von Befreiungsidealen, Moralvorstellungen, Klassen- und Gruppenzugehörigkeiten, Unterdrückungs- und Diskriminierungsmechanismen und nicht zuletzt Bevölkerungspolitiken. Sexualität ist ein Identifikationsraum und Ort diverser Ausgrenzungen, und für Minderheitenpositionen Ausgangspunkt vielfältiger Subkulturen. Last but not least ist Sexualität eng verflochten mit einer Geschichte von Gewalt und Missbrauch. Sexualität hat eine Menge mit Kapitalismus zu tun: als eine Ökonomie, in ihrer Ökonomisierung oder als eine Triebkraft von Ökonomie. Dabei ist Sexualität für die Post-68er-Linke oft mit einem Tabu versehen – wird doch eher nicht politisch, sondern privat, meist in (Zweier-)Beziehungen und zuhause verortet. Geht auch anders.

Was wir heute an Ausgestaltungen von Sexualität erleben können, führen wir meist auf die sexuelle Revolution der 68er zurück. Im Vergleich ist jedoch festzustellen: Die ‹goldene Zeit› der sexuellen Revolution ist heute. Die sexpositiven Debatten einer progressiven Minderheit waren damals gerahmt vom reaktionär-konservativen Mainstream der 1950/-60er Jahre und somit radikal gegen diesen aufgestellt. Vieles davon ist heute jedoch im Mainstream angekommen und so muss sich die konservative Rechte nun im sexuellen Diskurs gegen diesen Mainstream stellen. Die Möglichkeiten und Selbstverständlichkeiten sexueller Freizügigkeit in urbanen Milieus sind vielfältig. Auch wenn es jenseits dieser Milieus eher bescheiden aussieht, sind auch hier Verschiebungen zu beobachten. Dazu verschafft das Internet abweichenden Positionen Stärke, versorgt und vernetzt Menschen, die plötzlich mit ihren Begehren nicht mehr allein sind, bietet aber auch Gelegenheit, durch diese Begehren neue Märkte zu erschließen. Das Selbst ist politisch, wo es die Kraft besitzt die umgebenden Normen zu verändern – und wird gleichzeitig biopolitisch vereinnahmt.

Es scheint, als sei Sexualität in weiten Teilen der Linken kein wichtiges Aktionsfeld. Auch wenn wir Auseinandersetzungen individuell verfolgen und uns dazu verhalten, greifen wir das Thema nur selten zur gemeinsam politischen Diskussion auf. Vielmehr stolpern wir gelegentlich übereinander, sei es auf Datingportalen, in Subkulturen, auf Sexparties oder auch nur an den Ecken von Diskursen, die Alternativen zum ‹wie bisher› ausloten. Wir beziehen also Position, oft aber nicht als interventionistische Strategie, sondern individuell, lebenspraktisch. Aus unserer politischen Praxis sind allerdings auch Ansatzpunkte zu nennen: Zum Beispiel engagiert sich die Interventionistische Linke (IL) im What the fuck-Bündnis gegen einen gesellschaftlichen Rollback in Fragen sexueller Selbstbestimmung, wie von einer reaktionär-christlichen, partiell faschistischen Melange forciert. Außerdem ist die IL an der Plattform Feminism Unlimited beteiligt, die sich gründete, um nach den sexuellen Übergriffen an Silvester 2015 und der rassistischen Zuordnung von Sexismus auf Männer mit Migrationshintergrund sowohl gegen Rassismus als auch gegen Sexismus vorzugehen. Und weil wir Teil der Verhältnisse sind, die wir bekämpfen, diskutieren wir auch IL-intern einen Leitfaden zum Umgang mit sexualisierter Gewalt.

Mit Euch wollen wir die gemeinsame politische Debatte wieder aufnehmen, und dabei erkunden, wo Interventionsmöglichkeiten auf dem Feld der Sexualität liegen können. Es geht uns darum, Scheu abzubauen und ‹abseitige› Sexualitäten aussprechbar zu machen. Es kommt uns darauf an, Sexualität jenseits des Heteronormativen (aber auch dort) zu denken, feministische sexpositive Perspektiven und antiableistische sowie PoC-Perspektiven zu ermöglichen.

Lässt sich unsere Geschlechtersozialisation verlernen? Haben unsere Eltern und Großeltern eigentlich auch Sex? Wie? Wie funktionieren Gegenerzählungen zum pornografischen Mainstream und was macht sie emanzipatorisch? Wie verändert sich das Sprechen über Sex, wenn wir eher über sexuelle Identitäten sprechen? Auf welche Art diversifizieren sich auch heterosexuelle Identitäten? Destabilisieren Rollenspiele Geschlechterbilder auch außerhalb des Spiels? Sind Löcher auch nicht-defizitär und aktiv zu denken? Gibt es eine neue Wahrnehmung der Vulva? Ach ja, und was ist eigentlich pervers, und wie subversiv kann das noch sein?

Sind die neuen sexuellen und beziehungsmäßigen Freiräume und ihre spezifischen Ausformungen ohne neoliberalen Kontext denkbar? In welchem Verhältnis stehen Krise und Sex? Wo liegt die Grenze zwischen Selbstermächtigung und Inwertsetzung beim Online-Dating? Sind tindern, grindern und Co. die Sharingökonomie der Sexarbeit? Wie kann eine differenzierte Position zu Sexarbeit aussehen? Wie stehen Erfüllung durch Sex und durch Arbeit zueinander? Und wo ist die Liebe?

All diese Fragen kreisen in unseren Köpfen – und in euren sicher noch viele mehr. Deshalb freuen wir uns über konkrete, strategische, experimentelle wie utopische Antworten. Wir freuen uns besonders über Vorschläge/Artikel von Leuten, die sich nicht in einem weißen cis-männlichen Spektrum verorten. Wie immer möchten wir keine theoretischen Spitzenwerte erreichen, sondern zur Vergesellschaftung von (Handlungs-)Wissen beitragen. Auch Texte jenseits des Schwerpunktes sind willkommen. Wir bitten euch, uns eure Vorschläge bis zum 9.8.17 zu schicken – eine kurze Beschreibung genügt. Der Redaktionsschluss für fertige Artikel ist dann am 13.9.17.

Eure arranca!-Redaktion, Juli 2017

Call for Participation arranca #52: Sex

Cafe Arranca!

12. Juli 2017 - 14:22

"Nach der Aktion ist vor der Aktion" ( - Postautonome Binsenweisheit)

Nachdem wir die letzten Tage mit Tausenden gegen die G20 und dem System, welches diese repräsentieren, in Hamburg auf die Straße gegangen sind, steht nun im August wieder Ende Gelände an! Über die kommenden Proteste und Aktionen gegen Kohleabbau, fossilen Kapitalismus und deren fatalen Folgen für Mensch und Umwelt wollen wir mit einem Mobivortrag in unserem Freiraumcafe informieren.

Zusätzlich dazu schmeißen wir auf der Dachterrasse den Grill an, stellen die Getränke kalt und laden ab 19:00 Uhr zu veganem Vokü-Barbecue. In diesem Sinne:

System Change! Not Climate Change!

Cafe Arranca - Freiraumcafe der IL: Sonntag, 16.07., 19:00 Uhr ASV (Beilstraße 12 Mannheim - Jungbusch)

Was ist das Cafe Arranca?!
Das Cafe Arranca! ist ein neues Freiraum-Angebot im ASV im Jungbusch, welches immer am dritten Sonntag im Monat um 19 Uhr stattfindet. In gemütlicher, ungezwungener (Café-)Atmosphäre möchten wir euch einen Raum bieten, für Diskussion und politische Auseinandersetzung, um sich auszutauschen und kennenzulernen. Oder einfach um entspannt die Woche ausklingen zu lassen. Dazu gibt es leckeres, veganes Essen zum Selbstkostenpreis und regelmäßig einen politischen Input (Film/ Texte/ Vortrag).
Wir wollen mit euch gemeinsam einen Raum schaffen in dem sich alle wohlfühlen und verschieden sein können, weshalb wir keinen Bock auf jegliches diskriminierendes Verhalten haben.

Zur Veranstaltung auf Facebook.

Urban Citizenship-Tag im Arrivati Park

12. Juli 2017 - 12:01

Der am Sonntag, den 9. Juli eröffnete „Arrivati Park“ auf Hamburg-St. Pauli stand am Dienstag vor einer Woche ganz im Zeichen der Ideen von Urban Citizenship und Solidarity City. Dahinter steht die Vorstellung, Alternativen zur Verknüpfung von sozialen und politischen Rechten mit der Staatsbürgerschaft zu finden. Urban Citizenship beinhaltet die Idee, dass alle Bewohner_innen einer Stadt auch als Bürger_innen dieser Stadt mit dem Anspruch auf Rechte aufzufassen sind.

Der Tag begann um 12 Uhr mit einer Pressekonferenz, auf der – analog zur real existierenden New York City ID Card – die Ausgabe einer „Hamburg Urban Citizenship Card“ angekündigt und allen Interessierten ermöglicht wurde. Hamburg wurde kurzerhand zur „Free and Solidarity City Hamburg“ erklärt.

Um 17 Uhr ging es dann unter dem Motto „Urban Citizenship – it´s (not) a game!“ weiter mit einer spielerischen Beschäftigung mit einzelnen Aspekten und Feldern des Themas. Bei fünf Stationen zu Arbeit, Bleiben, Bildung, Gesundheit und Wohnen mussten die Spielteilnehmer_innen unterschiedliche Aufgaben erfüllen und konnten sich nebenbei mit anwesenden Aktivist_innen und Expert_innen austauschen. So hatte etwa am Rande des Arrivati Parks das „Bundesamt für Migration und Flüchtlinge“ einen Stand aufgebaut. Etliche nahmen das Angebot wahr, den Einbürgerungstest auszufüllen, um an die deutsche Staatsbürgerschaft zu kommen. Wer den Ursprung der aktuellen deutschen Grenzen auf das Jahr 1949 datierte und das Oktoberfest oder den 1. Mai für das Fest im Jahr hält, an dem „Menschen in Deutschland bunte Kostüme und Masken“ tragen, hatte allerdings das Gastrecht verwirkt und durfte sich von den
anwesenden Integrationsbeauftragten, Vertretern des Hazara Kulturvereins, über eine drohende Abschiebung nach Afghanistan informieren.

Eine ähnliche Mischung aus Spiel und Information gab es auch bei den anderen Stationen, etwa auf der Verkehrsinsel am Eingang zur polizeilich deklarierten „blauen Zone“, die im Zeichen der Beschäftigung mit Gesundheit stand und wo sich Anwesende die Zähne putzen lassen durften, bevor sie sich über den Zusammenhang von Gesundheit und sozialer Frage und die medizinische Versorgung von Menschen ohne Papiere informieren konnten. Bei der Station Arbeit gab es Informationen u.a. zu Lampedusa Professions, dem Kampf der Gruppe Lampedusa in Hamburg um Arbeitserlaubnis. Mitmachen konnte man beim „Work hard“-Spiel, bei dem per Glücksrad entschieden wurde, ob man als rechtlose Haushaltshilfe, weißer Facharbeiter oder reicher Erbin ins Spiel startete. Die Station Wohnen fand vor einem Haus statt, in dem die Immobilienfirma Akelius Mieten über 15 Euro/qm verlangt. Eine Vertreterin der Initiative Wohl
oder Übel (http://wohloderuebel.net) informierte über ihr Projekt, aus der benachbarten Gewerbeschule nach deren Auszug 2018 ein
selbstverwaltetes Wohn-, Sozial- und Kulturprojekt zu entwickeln.

Im Anschluss an „Urban Citizenship – it´s (not) a game!“ gab es eine kleine Versammlung, auf der über die Ideen von Urban Citizenship und Solidarity City weiter diskutiert wurde. Dabei wurde auch das bundesweite Netzwerk Solidarity City vorgestellt. Anwesende afghanische Aktivisten machten zudem auf ihren Kampf gegen Abschiebungen nach Afghanistan aufmerksam. Auch wenn für die Mehrheit der Anwesenden im und rund um den Arrivati Park an diesem Abend das „Massencornern“ im Vordergrund stand, war der Tag doch ein erster gelungener Versuch, Konzept und Idee von Urban Citizenship einer städtischen Öffentlichkeit näherzubringen.

 

Mehr Infos zum Arrivati Park findet ihr auf: http://rechtaufstadt.net
und https://www.facebook.com/arrivatipark
Infos zum bundesweiten Solidarity City Netzwerk bald auf:
https://www.solidarity-city.eu
Einen tollen Clip zur Solidarischen Stadt gibt es von metroZones:
https://www.metrozones.info/mz-clip-cosmopolitics-hoch-die-internationale-stadt/

 

Die rebellische Hoffnung von Hamburg

12. Juli 2017 - 11:58
Eine erste, vorläufige Bilanz der Interventionistischen Linken Interventionistische LinkeCC BY-NC

Sagen wir zuerst das Allerwichtigste: Hamburg befand sich nicht nur eine Woche im polizeilichen Ausnahmezustand, der uns eine Warnung sein sollte. Nein, ebenso wichtig: Zehntausende haben ihm getrotzt. Zehntausende haben keine Angst gehabt oder sind trotz ihrer Angst auf der Straße gewesen. Jede Demonstration, jedes Cornern und jedes aufgebaute Zelt stand unter der permanenten und allgegenwärtigen Drohung polizeilicher Gewalt. Niemand war vor ihr sicher. Das ist der Rahmen, in dem jede einzelne Aktion und jede Teilnehmer_innenzahl zu sehen ist. Dieser Mut und dieser Ungehorsam – von alt bis jung, von friedlich bis militant, von politisch bis kulturell – bleiben. Dieses Zeichen wird auch von unseren Freund_innen in Brasilien, Griechenland oder Südafrika verstanden werden. Egal was die Presse schreibt, egal was die Umfragen sagen. Das Kalkül, mit Repression und Diffamierung die Linke isolieren zu können, ist auf der Straße phänomenal gescheitert und hat sich ins Gegenteil verkehrt. Mit ein paar Linken wären Olaf Scholz und seine Einheiten vielleicht fertig geworden – nicht aber damit, dass sich große Teile der Bevölkerung solidarisierten. Unter Einsatz ihrer Körper. Auf der Straße. Massenhaft und ungehorsam in allen erdenklichen Formen und Farben.

Gipfel der 20, Gipfel der Vielen
Reden wir kurz über ihren Gipfel: Angela Merkel ist ihre G20-Show gründlich misslungen. Konkrete Ergebnisse des mindestens 400 Millionen teuren Gipfels, für den eine Millionenstadt über eine ganze Woche hinweg in den Ausnahmezustand versetzt wurde? Fehlanzeige! Das Versprechen vom „Festival der Demokratie“ oder dem Gipfel fast ohne Beeinträchtigungen? Gebrochen! Der Versuch, mit einem riesigen Polizeiaufmarsch und rigoroser Verbotspolitik die Proteste fern und klein zu halten? Gescheitert. Desaster ist ein oft gebrauchter Begriff der bürgerlichen Presse hierfür. Olaf Scholz und sein Innensenator sind blamiert bis auf die Knochen. Gipfeltreffen dieser Größenordnung in einer Großstadt in Westeuropa? Auf Jahre hinaus undenkbar. Die ganze Perspektivlosigkeit und Traurigkeit des globalen Kapitalismus, der keinerlei Zukunft mehr verspricht, wurde in ihrem hohlen Gipfeltheater deutlich. Es ist daher nicht nur der Riot der Freitagnacht, der Politik und Medien jetzt so aufheulen lässt, sondern auch ihre Niederlage auf der Straße. Eine Niederlage, von der sie nicht zulassen können, dass sie als unser Sieg erscheint.

Nun zu unserem Gipfel: Wir wollten das Spektakel der Macht nicht nur stören, sondern noch viel mehr. Wir wollten einen Aufstand der Hoffnung, die Alternativlosigkeit durchbrechen und zeigen, dass Widerstand und grundsätzlicher Widerspruch von links kommen. Dass sich der reale Konflikt um und in Hamburg tatsächlich als ein Widerstand gegen den Ausnahmezustand, als ein Konflikt um die Demokratie, als ein Kampf um das Recht auf die Stadt abspielen würde – das war natürlich so nicht geplant, aber es hat der Sache selbst entsprochen. Das alte Motto der Globalisierungsbewegung „Global denken, lokal handeln“ hat in Hamburg eine interessante und neue Wendung bekommen.

Eine Woche Ungehorsam
Die Woche des Aufbegehrens begann mit der Einschüchterung und der Drohung: Wir sollten nirgendwo sein. Nirgendwo schlafen, nirgendwo essen und auf 38 Quadratkilometer keine politischen Subjekte sein. Unsere Orte zum Schlafen und Versammeln wurden brutal schikaniert und geräumt. Die Polizei putschte gegen die Justiz. Ihre Besatzungsarmee militarisierte die Stadt. Doch am Ende waren die Vielen überall und sie hatten die Angst verloren.

Das ist vor allem der überwältigenden Solidarität in Hamburg zu verdanken. Menschen teilten ihre Wohnungen. In Hinterhöfen wurden Zelte aufgeschlagen. Mehrere Kirchen in St. Pauli und Altona öffneten ihre Türen und es entstanden Camps um sie herum. Das Schauspielhaus ließ G20-Gegner_innen zum Schlafen und Essen hinein, ebenso der FC St. Pauli. Sie wollten uns auseinandertreiben, uns trennen und spalten, aber das Gegenteil ist geschehen: Das Band der Freundschaft und der Solidarität zwischen ganz unterschiedlichen Menschen und Spektren wurde immer stärker – und es wird die Tage des Protests und des Widerstandes überdauern.

3 Tage wach
Die Wende von der Einschüchterung und Ohnmacht begann mit dem massenhaften Cornern am Dienstag und dem Wasserwerfer-Angriff der Polizei am Arrivati-Park. Die Leute wichen zwar kurz zurück, aber sie ließen sich nicht mehr zerstreuen. Die Angst wich langsam dem Trotz und dem Selbstbewusstsein. Die Polizei wollte die Stadt und ihre Plätze besetzen. Die starke Antwort war der Demo-Rave von Alles Allen, mehr als 20.000 strömten zusammen und tanzten gegen G20. Damit war der Damm der Ohnmacht gebrochen.

Am Donnerstag dann der maßlos brutale, unprovozierte Angriff der Polizei auf Welcome to Hell. Allen war klar, dass Senat und Polizei sich schon vorher entschlossen hatten, die genehmigte Demonstration nicht laufen zu lassen. Und trotzdem, trotz der Prügel, trotz des massiven Einsatzes von Reizgas, trotz einer Polizeibrutalität, die an dieser Stelle hätte tödlich enden können: Die Demo sammelte sich erneut, Menschen kamen hinzu, solidarisierten sich und lief dann doch. „Das ist unsere Stadt“ war eine Parole, die von nun an der Polizei immer wieder entgegenschallte.

Block G20
Die Rebellion der Hoffnung fand statt, ein solidarisches und mutiges Aufbegehren der Vielen. Dieser G20-Gipfel konnte nicht tagen, ohne dass wir einen spürbaren und wahrnehmbaren Unterschied machten. Die „Blaue Zone“ bestand nur in der Fantasie der Gipfelstrategen, praktisch hatte sie am Tag der Blockaden, dem Freitag, keine Bedeutung.

Die Aktionen von BlockG20 begannen mit der kollektiven Weigerung, die Demonstrationsverbotszone anzuerkennen. Von allen Seiten drangen wir bis auf die Protokollstrecken vor. Wir wurden angegriffen, gestoppt und geschlagen. Doch wir standen wieder auf, sammelten uns neu und machten weiter. Und es gelang tatsächlich, den Ablauf des Gipfels durcheinanderzubringen: Donald Trump kam verspätet, Melania Trump konnte das Senatsgästehaus nicht verlassen, mehrere Delegationen drehten an Blockaden um, eine Veranstaltung mit Finanzminister Schäuble wurde abgesagt, das Konzert in der Elbphilharmonie begann mit großer Verzögerung.
Entscheidend dafür war gute Planung und Vorbereitung in den Aktionstrainings ebenso wie die ungehorsame, mutige Spontanität von Vielen. Die Farben der Finger füllten die Straßen, sie flossen, fluteten und verstopften. Und sie verselbständigten sich, wurden im Laufe des Tages von einer organisierten Blockade der Route zu einer spontanen Besetzung der Stadt durch die Menge. Wir haben das Staunen wiederentdeckt, darüber wie unwiderstehlich und unaufhaltsam der Geist des Widerstandes durch die Stadt zog. Hamburger_innen, angereiste Aktivist_innen, Neu-Politisierte und allen voran die Jugend boten der Arroganz der Macht die Stirn. Jetzt erst Recht.

Grenzenlose Solidarität
Am Ende traten gezählte 76.000 Menschen gegen eine Welt der Angst ein. Sie waren dem gemeinsamen Aufruf zur Demonstration gefolgt. Die parallele Regierungsdemonstration von SPD und Grünen wurde zur peinlichen Marginalie. Die vielen Demonstrant_innen kamen, obwohl ihnen Angst gemacht werden sollte, obwohl ihnen von Medien und Inlandsgeheimdienst erzählt wurde, wie viele gefährliche Linksextremisten mitdemonstrieren würden. Sie kamen trotzdem, und sie kamen deswegen. Gemeinsam traten wir ein für Grenzenlose Solidarität, gegen die Welt der G20 und ihren Kapitalismus, für ein besseres Leben.

„Ganz Hamburg …“
Ja, zu den Bildern des Widerstands gehören auch jene, bei denen Menschen der Kragen geplatzt ist, bei denen sie sich gewehrt haben – und bei denen diese Gegenwehr umschlug in Aktionen, die sich nicht mehr gegen den Gipfel oder die Staatsmacht, sondern auch gegen Anwohner_innen und Geschäfte richtete. Es waren nicht unsere Aktionen. Die IL stand und steht für den Alternativgipfel, für Block G20 und für die Großdemonstration. Hier haben wir gesagt, was wir tun – und getan, was wir gesagt haben.

Aber wir können und wollen die Feuer der Freitagnacht nicht aus dem Ausnahmezustand lösen, in dem sie stattfanden. Wenn die Polizei über Tage hinweg Menschen drangsaliert, schlägt und verletzt, sich wie eine Besatzungsarmee aufführt, die von Deeskalation noch nie etwas gehört zu haben scheint, dann bleibt irgendwann die spontane Antwort nicht aus.
Wir haben schon vorher gesagt, dass wir uns nicht distanzieren werden und dass wir nicht vergessen werden, auf welcher Seite wir stehen. Wir stimmen nicht in den Chor derer ein, die jetzt von „Straftätern“ reden und die Mischung aus organisierten Militanten und zornigen Jugendlichen in die Nähe von Neonazis rücken. Die Unterbrechung und Zurückweisung ihrer Ordnung, die in den Aktionen lag, auch wenn wir sie in den Formen und den Zielen vielfach falsch finden, hat unser Verständnis.
Soweit die Aktionen von organisierten Gruppen ausgingen, finden wir es problematisch, dass sie dafür keine politische Verantwortung übernehmen, sondern es anderen politischen Spektren überlassen, mit, für und über sie zu reden. Über das politische Konzept des Insurrektionalismus wird kritisch zu reden sein, das zwar den Hunger nach Rebellion bedient, aber von dem eben keine Hoffnung und keine Solidarität ausgeht.

Schanze & Co
Auf unserer Seite, da stehen eben auch viele Anwohner_innen auf St. Pauli, im Schanzenviertel und in Altona. Nicht wenige von uns leben selbst dort. Ohne sie, ohne ihre praktische Solidarität, wären die Tage der Gipfelproteste nicht möglich gewesen. Wenn sie angegriffen und bedroht werden, wenn sich Aktionen plötzlich nicht mehr gegen den Gipfel, sondern auch gegen unsere Freund_innen im Stadtteil richten, stehen wir an ihrer Seite.

Wir sind weiter eine IL, die im Stadtteil lebt. Wir sind Teil dieser Stadt und dieser Viertel, Teil der Recht-Auf-Stadt-Bewegung. Wir werden den Dialog führen und zwar mit allen, die auf unserer Seite sind. Mit denjenigen, die das gut fanden und denjenigen, die darin kein politisches Handeln erkennen können. Wir wollen zuhören und lernen, da wir als Linke die sozialen Realitäten ja nicht einfach wegreden können, sondern uns in ihnen bewegen.

Die Tage danach
Und noch ein klares Wort zur Solidarität: Wir stehen gegen alle medialen Angriffe und Räumungsdrohungen fest an der Seite der Roten Flora, die das aus ihrer Sicht Notwendige zum Freitags-Riot gesagt hat. Wir sind ebenso solidarisch mit den G20-Entern-Gruppen und allen anderen, die jetzt in den Fokus der staatlichen Repression geraten. Und wir werden für alle einstehen, die noch im Knast sitzen oder von Repression betroffen sind. Ihr seid nicht alleine!

Zugleich verabscheuen wir die verlogene Doppelmoral von Teilen der bürgerlichen und politischen Klasse. Sie brauchen die Bilder brennender Autos und eingeschlagener Scheiben, um die Bilder der Ertrinkenden im Mittelmeer, der Opfer ihrer Kriege oder der Obdachlosen, die unter den Schaufensterscheiben ihrer Lieblingsgeschäfte schlafen, aus ihrem Kopf bekommen zu können. Wie dünn der zivilisatorische Lack ist, unter dem bei angeblich liberalen Menschen der Hass auf jede Infragestellung der Ordnung und polizeistaatliche Bestrafungsfantasien verborgen sind, erschreckt uns. Zu reden sein wird stattdessen über die maßlose Polizeigewalt dieser Tage, über die Legitimierung des Ausnahmezustands und darüber, wie wir hiergegen breite, solidarische Gegenwehr organisieren können.
Wir können nicht verstehen, wie in einem Land, wo 10 Jahre vergehen konnten, bis ein mordendes rechtes Terrornetzwerk überhaupt erkannt wurde und wo täglich Geflüchtete angegriffen werden, gerade einmal ein Tag vergehen muss, bis viele von linkem „Terror“ sprechen.

Wir sehen uns …
Für die Zukunft werden wir sorgfältig auswerten, welche Aktionsformen und politischen Strategien unter den Bedingungen einer polizeilichen Bürgerkriegsübung im urbanen Raum angemessen sind. Dazu und zu anderen angesprochenen grundsätzlicheren Fragen werden wir uns zu gegebener Zeit nach gründlicher Diskussion äußern.

Es bleibt der Rückblick auf eine ermutigende Gipfelwoche mit einer Vielfalt von Aktionen und Widerstandsformen, die zehntausende mobilisiert und ermutigt hat, von autonomer Szene bis zu den Gewerkschaften, die sich in der Ablehnung des G20, des Gipfeltreffens und seiner Effekte in Hamburg einig waren. Hamburg war die rebellische Stadt, die diesen Protest lebendig gemacht hat. Wir haben Mut und Vertrauen gefasst, in uns selbst und in die Bündnispartner_innen, die mit uns standen. Die Tage von Hamburg gingen tiefer als die Meinungsumfragen und medialen Stimmungshochs. Sie werden noch lebendig sein, wenn niemand mehr weiß, wer eigentlich Olaf Scholz war. Sie tragen uns in die Kämpfe, die noch vor uns liegen, bis endlich alles ganz anders wird.

Warum wir angesichts der Lage der Welt trotzdem Hoffnung haben, an die Rebellion glauben und sie kommen wird.

11. Juli 2017 - 16:39
Redebeitrag der Interventionistischen Linken auf der Internationalen Großdemo "Grenzenlose Solidarität statt G20", 08.07.17, Hamburg

Hallo liebe Hamburger*innen, liebe Welt,

wir waren und sind diese Tage in Hamburg Zehntausende. Wir haben unsere Vorstellungen einer anderen Welt ausgetauscht. Wir haben gefeiert, gestreikt, blockiert und schon Mittwoch und Donnerstags kraftvoll demonstriert. Gestern haben wir mit Tausenden die Prozession von Gaunern und Tyrannen, den sogenannten G20, massiv gestört und damit ihren Gipfel verzögert!
Die verweigerten Camps, die brutal zerschlagene Demo am Donnerstag, die ganze Staatsgewalt dieses autoritären Kapitalismus, der auch nicht immer weiter weiß: das alles hat nur zu einem geführt. Nämlich dass die Vielen sich die Straße zurückerobert haben. BlockG20 hat es geschafft, Welcome2Hell hat es geschafft und Jugend gegen G20. Und dass wir heute hier sind verdanken wir nicht Merkels „marktkonformer Demokratie“ oder dem bürgerlichen Rechtsstaat, sondern UNS, den Vielen, die die letzten Wochen und Tage gekämpft haben und mit jedem Zeltaufbau, jedem Cornern und jedem Knüppelschlag der Polizei auf unsere Körper uns ein Stück echte Demokratie erkämpfen mussten. Sie haben uns nicht klein und stumm gekriegt. So wie ihre Gewalt nie das letzte Wort haben wird.

Viele, die wir bei uns haben wollen, konnten nicht kommen: Tausende freiheitsliebende Aktivistinnen und Aktivisten sind in den Gefängnissen der G20-Staaten eingesperrt. Deswegen: Freedom now for all political prisoners!
Wie immer haben die Herrschenden versucht, unsere Proteste zu kriminalisieren. Gestern Nacht hat nichts geändert. Zum Ganzen des Widerstands gehört auch das Nein, das nicht mehr redet – auch nicht mit uns. Man möge davon halten was man möchte. Aber damit leben wir.
Doch all dies darf nicht von der Gewalt der G20 ablenken! Mehr als 2000 Flüchtlinge wurden seit Anfang des Jahres im Mittelmeer ermordet, tausende von Dissidenten sitzen in der Türkei im Knast, Menschen in Griechenland können mittlerweile wieder an einem normalen Fieber sterben und Millionen von Menschen auf der Welt wohnen in elenden Slums. Und so weiter. Und wer ist dafür unter anderem verantwortlich? Nicht die Steineschmeißer sondern Merkel, Erdogan, der Rest der G20 und ihr Kapitalismus! Von wem geht hier also die wahre, die tötende, die strukturelle Gewalt aus?

Warum haben wir also angesichts dieser Weltlage Hoffnung? Gibt es eigentlich eine andere Möglichkeit als keine Hoffnung zu haben? Die Hoffnung ist unser beständiger Begleiter, weil wir tief in uns wissen, dass die Veränderung dieser Welt nötig ist und möglich.
Wir speisen unsere Hoffnung aus den vielen Aufbrüchen und Kämpfen in der Welt. Sei es im Alltag, wenn wir Zwangsräumungen verhindern, Streiks organisieren, wenn wir Menschen sehen, die einem Obdachlosen eine Straßenzeitung abkaufen. Oder die großen Rebellionen wie zum Beispiel der Kurden in Syrien, sozialer Bewegungen in Brasilien oder auch in Europa. Mögen sie vielleicht auch scheitern, wir wissen das es das Gute gibt und nicht klein zu kriegen ist.

Diese Rebellionen sind also bereits da. Es geht darum aufmüpfig zu sein, es dem System so schwer wie möglich zu machen, damit alle sehen: es gibt Menschen die eine bessere Welt wollen und sie sind viele und überall.
Diese Rebellionen werden wachsen und wir werden immer wieder wie heute zusammenkommen. Damit wir gemeinsame Erfahrungen machen, uns vergewissern können dass es uns, die Vielen gibt. Solange sie unser Leben erniedrigen, werden wir ihre Treffen, und ihre Machtdemonstrationen stören.
Die G20 schaufeln sich und ihrem System das eigene Grab. Die Revolution wird unausweichlich sein!

Und Irgendwann werden wir in den Geschichtsbüchern stehen. Vielleicht nicht auf einer kompletten Seite, vielleicht nicht als das Ereignis was die Revolution auslöste aber dennoch als ein Meilenstein hin zu einer besseren Welt.
Andy Grote lacht uns jetzt bestimmt dumm und arrogant aus, Merkel ignoriert uns einfach - aber die Herrschenden werden sich noch wundern. Genau so wie sich die Männer gewundert haben als die Frauen das Wahlrecht erkämpften, genauso wie die weißen Kolonialherren, als die schwarzen Sklaven plötzlich mit Forken vor ihren Anwesen standen, genauso wie die Kaiser und Könige als sie plötzlich unter der Guillotine lagen.

Lasst uns also heute gemeinsam mit dieser Demo die Woche des Protests beenden, den Widerstand und die Rebellion in unsere Städte zurück tragen. Gemeinsam, solidarisch, antikapitalistisch und mit dem Herzen am linken Fleck. Gemeinsam gehen wir los, gemeinsam werden wir ankommen.

History is ours and we are here to win!

Return to Castle Wolfenstein? Strategien gegen Rechts.

10. Juli 2017 - 20:35
Die arranca #51 ist draußen!

Seit ein paar Wochen ist sie da, die arranca! #51 mit dem Titel «Return to Castle Wolfenstein? Strategien gegen Rechts.» Es geht um Österreich, Ostdeutschland, Trump, Gramsci und mehr. Ihr findet die Ausgabe bei den Zeitschriftenhändler*innen eures Vertrauens oder am besten direkt per Abo in eurem Briefkasten. Bestellung, Buchläden und mehr auf arranca.org.

Viel Spaß beim Lesen!

Willkommen in der Hölle?

6. Juli 2017 - 17:15
Die Sonne scheint und es war eine ruhige Nacht. Wir alle konnten schlafen. Auf den Camps, die jetzt doch ihre Zelt bauen dürfen oder irgendwo anders in der Stadt. In Kirchen, im Millerntor-Stadium, auf Freiflächen, bei unbekannten Freund*innen, die ihre Wohnungen für den Protest öffneten. Hamburg kann auch eine sehr schöne Stadt sein! Mit dem #nog20-Sonderzug sind heute nochmal knapp 1000 Aktivist*innen in die Stadt gekommen. Natürlich finden auch heute wieder unsere Trainings für die morgigen #BlockG20-Aktionen statt. Wir werden uns am Freitag an unterschiedlichsten Punkten in der blauen Zone treffen. Das ist unsere Verabredung. Wir werden bunt, kreativ und effektiv ihre Gipfelshow stören. Andere gehen zum Hafen - sie wollen die globale Infrastruktur des Welthandels markieren und hier ihren widerständischen Punkt setzen. Auf dem gut besuchten Gegenkongress wird seit gestern über Entwürfe einer besseren Welt diskutiert. Es ist gut zu wissen, dass wir so viele unterschiedliche Ideen und Praxen haben! Heute beginnen auch die ersten G20-Gipfelgespräche. Merkel trifft Trump und Erdogan. Die Straßen sind bereits für sie gesperrt. Der eine droht gerade in Asien mit der Bombe, der andere hat gerade 60.000 (!) Fahndungsaufrufe in die Welt geschickt und terrorisiert Rojava. Müssen wir zu diesen wahnwitzigen Typen noch mehr sagen? Wer nun aber glaubt, dass Merkel im Zustand dieser Welt die Vernunft ist, der irrt. Merkel ist Dudde, ist Grote oder Scholz. Merkel ist der Wasserwerfer und der Schlagstock. Aber drei Dinge helfen, diese Plagen zu überwinden: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen. Adelante! 

Nachtdepesche

6. Juli 2017 - 1:13
»Die Stadt gehört nicht mehr ihrem Ausnahmezustand«

Wir feiern. Nach einer klammen Nacht mit einem schier unheimlichen Polizeieinsatz gegen alle, haben die Vielen die Stadt erobert. Es war der erste Wendepunkt. Nachts gab es noch den Wasserwerfer und die Angst um die Zelte, um das Recht zu schlafen und überhaupt da zu sein. Dann öffnete das Schauspielhaus seine Türen und eine Teil von Hamburg zeigte Haltung - öffentlich und für das Recht des Protestes. Heute füllen sich langsam die Camps und mehr als 30.000 sind durch die Straßen getanzt. Sie wollten uns nicht schlafen lassen, jetzt schließen sich all jene zusammen, die auf Kirchen- und Vereinsplätzen und wo auch immer campen. Die Stadt gehört nicht mehr ihrem Ausnahmezustand. Es war ein Rave gegen die große Koalition der Angst: Scholz, Grote, de Maiziere und Merkel sind uns schon genug - wir brauchen weder Trump noch Erdogan. Es glaubt ihnen niemand mehr ein Wort.

Jahre der autoritären Politik in Europa, gegen Geflüchtete, gegen die Linke in Griechenland und anderswo sind nach Hause gekommen. Die Tage in Hamburg markieren schon jetzt ihre autoritäre Demokratie der Zukunft - egal, was noch passiert. Die Grenzen von dem, was sie Demokratie nennen, sind offenkundig. Gegen diese simulierte Demokratie setzen wir uns zur Wehr. Wir alle. Rebellisch, ungehorsam, massenhaft. Wer wirkliche Demokratie will, muss aufstehen gegen den autoritären Kapitalismus, muss sich widersetzen. Alle sind aufgerufen sich zu entscheiden: Demokratie oder Gehorsam. Gehorchen ist das Deutschland, dass sie uns anbieten.

Wir sagen NEIN zur autoritären Krisenlösung. Es kommt auf uns an. Wir sind alle da und gewinnen auch diese Nacht. Kommt nach Hamburg! Rebellion! #nog20

Hamburg, in der Nacht zum 6. Juli 2017

Sommerfest im Sozialen Zentrum Norderstedt

4. Juli 2017 - 22:08

Am letzten Wochenende im August findet auch dieses Jahr wieder das Sommerfest im Sozialen Zentrum Norderstedt statt. An zwei Tagen gibt es hier drinnen und draußen Live-Musik, Infostände, Kicker, Cocktails, Textildruck, VoKü, Party und mehr. In begrenztem Umfang kann auf dem Gelände auch gezeltet werden.Das Soziale Zentrum ist ein selbstverwaltetes und selbstfinanziertes Veranstaltungs- und Kommunikationszentrum für linke Politik und Kultur. Es bietet verschiedensten Gruppen, Projekten und Einzelpersonen Raum und Möglichkeiten ihre Ideen umzusetzen. Die IL Norderstedt beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an der Vorbereitung und Organisation des Sommerfestes.

Genaueres zum Programm findet sich demnächst auf www.soziales-zentrum.de

Block G20 – Colour the red zone

4. Juli 2017 - 21:41
Rückblick auf eine Info- und Mobilisierungsveranstaltung

Am 07./ 08. Juli 2017 findet in Hamburg ein G20-Gipfel statt. Austragungsort der Konferenz sind die Messehallen, direkt in der City, nahe des Viertels St. Pauli. Erwartet werden die Staatschefs der 20 wirtschaftsstärksten Länder, darunter die der USA, Deutschland, China, Russland, Frankreich, Großbritannien etc. Gegen dieses Treffen entwickelt sich vielfältiger Widerstand.

Im Rahmen unserer Veranstaltung am 28.06.2017 informierten wir über die geplanten Proteste und Aktionen. Einen Schwerpunkt setzten wir dabei auf die Kampagne „Block G20 – Colour the red zone“.

Ziel der Kampagne ist es, den Ablauf des G20-Gipfels spürbar zu stören und die Inszenierung der Macht, die der Gipfel darstellt, zu brechen. Wir werden dazu einen massenhaften, öffentlich angekündigten Regelübertritt begehen. Unsere Aktionen sind ein gerechtfertigtes Mittel des massenhaften widerständigen Ungehorsams.

http://www.g20hamburg.org/
http://www.blockg20.org/

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