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Sammlung von Newsfeeds

Erdogan ist nicht willkommen!

[iL*] - 17. August 2018 - 10:24
Protest gegen den Staatsbesuch des Diktators am 28. und 29. September in Berlin

Ein Diktator kommt nach Berlin – und wird mit allen Ehren empfangen. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan wird Ende September erneut um deutsche Unterstützung für seine Kriegspolitik bitten. Es ist abzusehen, dass auch dieses Mal Waffenverkäufe abgesegnet, Kredite zugesagt und Investitionen in der Türkei vereinbart werden. Der Besuch des deutschen Wirtschaftsministers samt 80-köpfiger Entourage Ende Oktober in der Türkei passt da ins Bild. Der Besuch Erdoğans in Berlin wird Anlass zum Protest für all diejenigen sein, die sich in Deutschland und der Türkei für Demokratie, Freiheit und Frieden einsetzen.

Die Liste der Verbrechen des Erdoğan-Regimes ist lang. Heute sitzen tausende HDP-Mitglieder in der Türkei in Haft, gemeinsam mit hunderten Journalistinnen und Journalisten sowie zehntausenden anderen politischen Aktivistinnen und Aktivisten. Im Südosten der Türkei werden tagtäglich Ausgangssperren verhängt, Kundgebungen oder Demonstrationen verboten und Militäroperationen durchgeführt. Hunderttausende Menschen befinden sich vor den andauernden Militäroperationen auf der Flucht. Städte wie Nisêbîn oder Cizîr sind größtenteils zerstört. Auch die Bevölkerung Nordsyriens und des Nordiraks leidet unter der diktatorischen Politik Erdoğans. In beiden Nachbarländern führt die türkische Armee Besatzungsoperationen durch. Der Krieg in Afrin aber auch die tagtäglichen Angriffe der türkischen Armee auf den Nordirak sind die jüngsten Beispiele dafür.

Auch hier in Deutschland leiden wir unter der diktatorischen Politik Erdoğans. Der türkische Geheimdienst MIT bedroht hier zu Lande politische Aktivistinnen und Aktivisten mit dem Tod. Die DITIB verbreitet in ihren knapp 1000 Moscheen nationalistische Kriegspropaganda und schreckt dabei selbst vor der Indoktrinierung von Kindern nicht zurück. Der Lobbyverband UETD stellt Kontakte zwischen der AKP-Regierung und kriminellen Banden wie der Osmanen Germania her, die offen mit Gewalt gegen Kritikerinnen und Kritiker des Erdogan-Regimes in Deutschland drohen. All dies ist ein weiteres Indiz dafür, dass die deutsche Bundesregierung die repressive Politik des türkischen Regimes billigt bzw. unterstützt. Sie beteiligt sich damit direkt am Angriff auf Menschen, die sich für die Demokratie einsetzen. Ob in der Türkei oder hier in Deutschland. Unseren Protest gegen den patriarchalen Herrscher Erdoğan verstehen wir damit auch als Protest gegen den zunehmenden Rechtsruck hier in Deutschland.

Am 28. und 29. September werden wir als Demokratinnen und Demokraten unserem Protest gegen den Staatsbesuch des Diktators Erdoğans Ausdruck verleihen. Wir akzeptieren nicht, dass die deutsche Bundesregierung in unserem Namen einen Diktator willkommen heißt und seine Politik damit legitimiert. Das wollen und können wir nicht mit unserem Gewissen vereinbaren. Wir werden Erdoğan und der deutschen Bundesregierung Ende September zeigen, dass Diktatoren ihren Tee nicht in Berlin, sondern vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag trinken. Wir laden alle Demokratinnen und Demokraten in Deutschland ein, Ende September mit uns auf die Straße zu gehen. Der Diktator Erdoğan und seine Freunde in der deutschen Bundesregierung werden von uns allen klar und deutlich zu hören bekommen: Ticket nach Den Haag statt Tee in Berlin!

https://erdogannotwelcome.wordpress.com

Seebrücke - Hamburg zum Sicheren Hafen!

[iL*] - 15. August 2018 - 10:55
Das Mittelmeer – Die tödlichste Grenze der Welt

Jeden Tag riskieren Menschen ihr Leben, wenn sie sich auf der Flucht vor Krieg, Armut, Unterdrückung und Folter in die Boote Richtung Europa setzen. Allein in den letzten Wochen sind Hunderte von ihnen ertrunken, weil die bereitstehenden privaten Rettungsschiffe von Italien und Malta am Auslaufen gehindert werden.
Das Konzept der Abschreckung und Abschottung ist zynisch, menschenfeindlich und zudem irrational: Denn Flucht vor unerträglichen Zuständen lässt sich nicht aufhalten. Die Politik des bewussten Sterbenlassens der europäischen Regierungen verstößt außerdem offen gegen das internationale Seerecht.
Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern eine selbstverständliche humanitäre Pflicht. Abschottung und unterlassene Hilfeleistung verstärken das Ausmaß der Entrechtung der Flüchtenden und erhöhen die Anzahl der Toten.
Die dazu passende, zunehmende Verrohung der Sprache in Politik und Medien heizt den gesellschaftlichen Rassismus zusätzlich an.

SEEBRÜCKE – Für sichere Fluchtwege

Es ist Zeit aufzustehen und NEIN zu sagen zur Verweigerung von Hilfe und JA zur Seenotrettung und zu sicheren Fluchtrouten! Niemand kann sagen, nichts gewusst zu haben. Das Sterbenlassen im Mittelmeer geschieht durch unsere Regierungen, in unserem Namen. Werde Teil der SEEBRÜCKE und setze dich mit uns gemeinsam ein für:
Freie Fahrt für alle Schiffe der freiwilligen Rettungsorganisationen.
Sofortigen Stopp der Kriminalisierung der Seenotrettung und der Prozesse gegen Retter*innen.
Sichere Fluchtwege und offene Grenzen für Menschen in Not.
Das Recht auf Leben in Würde und Sicherheit für alle Menschen.

HAMBURG zum SICHEREN HAFEN

Wenn die Regierungen in Europa versagen, dann liegt es an den Städten zu handeln! Barcelona, Palermo, Berlin sind schon mit gutem Beispiel vorangegangen. Wir Hamburger*innen heißen Menschen in Not willkommen! Wir fordern vom Senat der Stadt Hamburg – des „Tors zur Welt“ – die Tore für Schutzsuchende weit zu öffnen und:

  • Hamburg öffentlich zum Sicheren Hafen für Gerettete aus dem Mittelmeer zu erklären.
  • Allen Rettungsschiffen freies An- und Ablegen zu garantieren.
  • Die Aufnahme von Geflüchteten aus dem Mittelmeer in Hamburg offensiv anzubieten.
  • Die Behörden anzuweisen, alle Möglichkeiten zu nutzen, Visa und Gruppenbleiberechte für Gerettete auszustellen.
  • Hierbei nicht auf die Genehmigung von Horst Seehofer zu warten, sondern selbst zu handeln.

Es wird Zeit, dass die Parteien und Regierungen unser NEIN zum Sterben im Mittelmeer stärker spüren als den Druck der Stammtische.

Deswegen rufen wir zu einer weiteren
GROSSDEMONSTRATION der SEEBRÜCKE in Hamburg auf:
Sonntag, 2. September,
Landungsbrücken, 14:30 Uhr

Siehe auch http://seebruecke-hamburg.de/

United against racism in Hamburg

[iL*] - 14. August 2018 - 20:07
Busanreise aus Darmstadt Aus Darmstadt fahren wir mit Bussen zur antirassistischen Parade von We‘ll come united nach Hamburg.

-------- Tickets -----------
Tickets gibt es samstags im Refugees Welcome Café im Halkevi, auf den Treffen von Community for all, mittwochs auf dem Antifaschistischen Kneipenabend.

Für Menschen mit wenig bzw. ohne Geld kosten sie € 10,- (€ 5,- werden im Bus zurück erstattet), für Verdienende € 40,-.

-------- Abfahrt / Ankunft -----------
Abfahrt Darmstadt:
Freitag, 28. September | 23:59 Uhr | Mathildenplatz

Abfahrt Hamburg:
Bus 1: Samstag, 29.September | 20:00 Uhr | Hamburg
Bus 2: Sonntag, 30.September | 11:00 Uhr | Hamburg
(Eine Übernachtung in Hamburg ist organisiert)

 

------- Aufruf -------
United against racism Zusammen gegen Rassismus Tous unis contre le racisme با هم در برابر نژادپرستی Mi smo protiv rasizma Вместе против расизма مجتمعون ضد العنصرية Yekîtiya Dijî Nijadperestiyê מאוחדת נגד גזענות Uniti contro il razzismo Ujedinjeni agresivni rasizam Ενωμένοι-ες ενάντια στο ρατσισμό Rasizme karsi omuz omuza متحد علیه نژادپرستی Unid@s contra el racismo ንስመር ኣንጻር ዓሌትነት Unidxs contra o racismo Mideysan oo ka dhan ah cunsuriyadda ዘረኝነትን አንድ ላይ ያጠቃለለ Bashkuar aganst racizmin د نژاد نسل نسل Ngahiji aganst rasisme Oб’єднаний агандський расизм
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Find below: english, french, arabic, farsi, serbian, russian, oromo, turkish, kurmanci, more languages follow
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Wenn wir uns bewegen, bewegt sich die Welt!

Der 29. September 2018 ist schon jetzt der schönste Tag des Jahres. Er wird unser Tag. Wir sind viele, wir sind verschieden und wir kämpfen jeden Tag vor unserer Haustür. Im September kommen wir alle zusammen. Wir kommen nach Hamburg, mit Autos, Zügen und Bussen. Aus Dörfern und Städten, aus Lagern und Camps, von Willkommensinitiativen und Hilfsorganisationen, von Baustellen, Schulen und Unis. Mit Lautsprecherwägen, Performances, Texten, Musik und Karneval verjagen wir die Kälte, den Rassismus, die Herzlosigkeit aus den Straßen der Stadt. Gemeinsam zeichnen wir ein Bild auf der Straße: das Bild unserer Freundschaft, das Bild eines solidarischen, vielfältigen und angstfreien Lebens.

www.welcome-united.org
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ENGLISH
When we move, the world moves!
We know already that September 29, 2018 will be the most beautiful day of the year. It will be our day. We are many, we are different and we struggle every day on our doorstep. We‘ll all come together in September. We will come to Hamburg by car, train and bus. From villages and towns, from camps and shelters, from welcoming initiatives and aid organizations, from construction sites, schools and universities. With soundtrucks, performances, lyrics, music and carnival we’ll chase away the cold, the racism and the heartlessness from the streets of the city. Together we’ll draw a picture on the streets: the picture of our friendship, the picture of a diverse and fearless life in solidarity.

www.welcome-united.org
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FRENCH
Si nous bougeons, le monde bouge !
Le 29 septembre 2018 est dès à présent le plus beau jour de l‘année. Ce sera notre jour.Nous sommes nombreux*ses, nous sommes différent*e*s et nous luttons tous les jours à notre porte. En septembre, nous allons toustes nous réunir. Nous allons nous rendre à Hambourg, en voiture, en train ou en bus.
En venant des villages et des villes, des Lager et des camps, des Willkommensinitiativen (initiatives d‘accueil) et des organisations d‘aide, des chantiers, des écoles et des fac’s. C’est avec des voitures à haut-parleurs, des performances, des paroles, de la musique et du carnaval que nous allons chasser des rues de la ville le froid, le racisme et l‘insensibilité. Ensemble, nous allons dessiner une image dans la rue : l‘image de notre amitié, l‘image d‘une vie solidaire, diversifiée et sans peur.

www.welcome-united.org
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عربي
لما نتحرك, تتحرك الدنيا !
نعلم بالفعل أن 29 سبتمبر سيكون أجمل أيام السنة. سيكون يومنا. نجن كثيرون ومتنوعون ونناضل كل يوم في أماكننا. وسنتجمع معا في سبتمبر. سنأتي إلى هامبورج بالعربات الخاصة وبالقطار وبالحافلات من القرى والمدن، من المعسكرات والملاجئ، من مبادرات الترحيب ومنظمات الإغاثة ، من مواقع البناء والمدارس والجامعات. ومعنا عربات بمكبرات للصوت والعروض والأغاني والموسيقى وأجواء الكرنفال، سنطرد البرد والعنصرية والقسوة من شوارع المدينة. ومعا سنرسم صورة في الشوارع: صورة صداقتنا، صورة للحياة المتنوعة والخالية من الخوف في ظل التضامن. عندما نتحرك سيتحرك العالم.
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ما از قبل می دانیم که ۲۹ سپتامبر ۲۰۱۸ زیباترین روز سال خواهد بود. و به ما تعلق خواهد داشت.
ما بسیار هستیم، ما متفاوت هستیم و هر روز درحال مبارزه در جلو خانه هایمان.
ما در ماه سپتامبر با ماشین , قطار یا اتوبوس و …. در هامبورگ جمع خواهیم آمد
با موسیقی از روستاها و شهرها، از اردوگاه ها و پناهگاه ها، از رویکرد خوش آمد گو و از سازمان های کمک از سایت های ساختمانی، مدارس و دانشگاه ها.
با اجرای برنامه ها، اشعار، موسیقی و کارناوال، ما سرما، نژادپرستی و بی عاطفگی را از خیابان های شهر فراری خواهیم داد.با هم, تصویری در خیابان ها خواهیم کشید. تصویر دوستی ما، تصویری از زندگی متفاوت و بدون سر و صدا در همبستگی. زمانی که ما حرکت می کنیم ، جهان حرکت می کند!

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¡Cuando nos movemos, el mundo se mueve! El 29 de septiembre de 2018 será el día más hermoso del año, nuestro día. Somos muchos, somos diversidad humana y luchamos a diario y en todas partes por la igualdad social. En septiembre estaremos en Hamburgo. Llegaremos en autos, trenes, autobuses; ahí nos veremos. Saldremos de nuestros pueblos y ciudades, de nuestros campamentos y refugios, estarán quienes luchan por acoger al necesitado, organizaciones solidarias, dejaremos por un momento nuetros trabajos, escuelas y universidades. Habrá carros alegóricos, música y carnaval. Será una fiesta y juntos marcharemos contra el racismo de la ciudad. Una imagen quedará en la memoria: nuestra amistad, nuestra solidaria, el respeto, la integración, la diversidad y la ausencia del miedo.
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Kada se mi krećemo, kreće se i svet! 29. septembar je već sada najlepši dan godine. To će biti naš dan. Nas ima puno, mi smo različiti i borimo se na našem pragu. Dolazimo u Hamburg, sa kolima, sa vozovima i autobusima. Iz sela i iz gradova, iz kampova i logora, sa inicijativa dobrodošlice i pomoćnih organizacija, gradilišta, škola i sa univerziteta. Sa zvuk kamionima, performansima, tekstovima, muzikom i karnevalom ćemo proterati hladnoću, rasizam, nemilosrdnost sa ulice grada. Zajedno crtamo sliku na ulici: sliku našeg prijateljstva, sliku jednog solidarnog, raznolikog života bez straha.
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Kогда мы двигаемся, мир движется. 29 сентября 2018 года – самый лучший день в этом году. Это будет наш день. Нас много, мы все разные и каждый день за пределами дома мы вынуждены бороться. В сентябре мы все встретимся. Мы приедем в Гамбург, на машинах, на поездах, на автобусах. Из деревень и городов, из лагерей, от благотворительных организаций и программ по помощи беженцам, со строек, школ и университетов. Мы будем вытеснять холод, расизм и бессердечность с улиц города при помощи машин с громкоговорящими установками, мини представлений, лозунгов, музыки и карнавала. Вместе мы сможем показать наше дружелюбие, создать картинку солидарной, многогранной и бесстрашной жизни.
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Akkuma beekmu Fulbaanni 29, 2018 guyyaa miidhagaa keenya bara kanaa nii taha!
Heedduminaafi garagarummaan keenya sochii keenya idilee keessatti gocha kana irratti tokkummaan qabsaa’uuf nu gargaara. Baatii Fulbaanaa keessa hundi keenya bakkoota garagaraa kan akka Magaalotaa, Manneen Barnootaa, Kaampootafi Yuniversitoota garagaraa irraa gara Hamburgti imaluun wal argu jedhamee eegama.Qophileen bashannanaa kan akka Muuziqaa, Walaloo taphootaafi taatewwaan addaa addaa sagantaa kana irratti isin bohaarsuuf qophaawaniiru. „Yoo nuti sochoone Adunyaan nu faana sochooti“ mata-duree jedhuun kan geggeefamu sagantaan kun Suralee adda addaa kaasufii michoomina keenya agarsiisuun geggeefama.
29 Eylül 2018, şimdiden yılın en güzel günü olacağını biliyoruz. Bizim günümüz olacak. Çok kişiyiz, farklıyız ve her gün buluduğumuz yerde mücadele ediyoruz. Eylül’de bir araya geleceğiz. Hamburg’a arabayla, trenle veya otobüsle geleceğiz. Köylerden ve kasabalardan, kamplardan ve barınaklardan, “Welcoming” Inisyatiflerinden ve yardım organizasyonlarından, şantiyelerden, okullardan ve üniversitelerden. Performanslarla, Şarkılarla, Türkülerle, karnival havasında soğuğu, ırkçılığı ve merhametsizliği şehrin sokaklarından kovacağız. Hep beraber, sokaklarda bir resim çizeceğiz : Arkadaşlığımızın, Çeşitliliğimizin ve Dayanışmayla hiç bir şeyden korkulmayacağının resmini.
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Em ji niha ve dizanin ku dê 29ê îlonê bibe roja herî xweş a vê salê.Wê bibe roja me. Em gelek in, ji wan cûda ne û em her roj tê dikoşin. Em ê di îlonê de werin gel hev. Em ê bi wesayitan werine Hambûrgê. Ji gund û bajarokan, ji kampan, ji hêwirgehan, ji inisiyatifa “Welcoming”ê û sazûmanên alikariyê, ji şantiyeyan, ji dibistan û zanîngehan; bi performansan, bi sitranan, em ê bi awayekî mihrîcanê nijadperestî û bêmerhametiyê def bikin ji kolanên bajêr.

#NOAFDDA - Demonstration gegen Gauland und seine AfD in Darmstadt

[iL*] - 14. August 2018 - 19:51
Oberhorst #Gauland besucht Darmstadt am 22.8 im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung der #afd. Let's make some trouble.

#noafd

Aufruf des Bündnis:

Am 22. August veranstaltet die Afd ihren Wahlkampfauftakt im Herzen Darmstadts im Festsaal der Orangerie.

Wir setzen uns ihnen bunt und radikal als antifaschistische Aktion entgegen! Immer und überall!

Wir alle kennen die Hetze der AfD. Sie ist ein Angriff auf jede friedliche und vielfältige Gesellschaft. In den Aussagen von Björn Höcke und Co. findet sich lupenreine Naziideologie, sein "völkischer Flügel" dominiert die AfD. Die Reden der AfD in den Parlamenten sind der Zündstoff für Brandanschläge, jeder öffentliche Auftritt verschärft die Gewalt gegen Minderheiten.

Doch Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Die Mitte der Gesellschaft sieht dabei nicht nur zu, sie zieht mit: Alle Parteien, von CSU bis DieLinke übernehmen nationale Forderungen. Wir wollen dem eine solidarische Perspektive entgegenstellen und diese barbarischen Verhältnisse umwerfen.

Wir wollen der AfD keine Bühne geben und mit direkten Aktionen den Ablauf der Faschist_innen stören!

Kommt zur Demo, von der Innenstadt durch die engen Gassen Bessungens... Auftakt 16:00 Uhr Luisenplatz Darmstadt.

#DayOrange in Darmstadt

[iL*] - 14. August 2018 - 19:31

Macht Darmstadt zum sicheren Hafen! Wir haben uns heute am #DayOrange der Initiative #Seebrücke beteiligt. In mehr als 50 Städten demonstrieren seit mehreren Wochen tausende Menschen für zivile Seenotrettung im Mittelmeer und gegen die Abschottung Europas. Lasst uns diesen Sommer der Solidarität zusammen weiter fortsetzen!

Fotostrecke auf FB

#Commforall

https://interventionistische-linke.org/beitrag/der-sommer-der-solidaritaet-hat-begonnen

Kein Schlussstrich - Gedenkaktion zur anstehenden Urteilsverkündung im NSU-Prozess

[iL*] - 14. August 2018 - 19:19
Dezentrale Straßenumbenennung Gedenkaktion zur anstehenden Urteilsverkündung im NSU-Prozess

Am Sonntagabend hat eine Gruppe von Aktivist*innen zehn Straßen in Darmstadt symbolisch umbenannt - eine für jede Person, die bei der rassistischen Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrundes" (NSU) zu Beginn des Jahrtausends ermordet wurde. Enver Şimşek, Abdurrahim
Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter. Zehn Namen. Zehn Tote. Sie sind die zehn Menschen, die der NSU ermordete. Sie und ihre Angehörigen sind diejenigen, die in diesen Tagen im Mittelpunkt stehen müssen. Ihrer soll mit dieser Aktion gedacht werden.

Diesen Mittwoch, dem 11. Juli, soll nach fünfjährigem Prozess das Urteil gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte in München verkündet werden. Obwohl es um die Angeklagten ein ganzes Netzwerk von Unterstützer*innen gab, das durchsetzt war von V-Leuten aus Polizei und
Verfassungsschutz, zeigte das Gericht wenig Interesse daran, dieses Netzwerk zu ermitteln. Selbst die Anwesenheit des Verfassungsschützers Andreas Temme bei der Ermordung von Halit Yozgat bleibt unaufgeklärt.
Das Gericht wird am Mittwoch ein Urteil über die fünf Angeklagten sprechen, den NSU-Komplex aufgeklärt haben wird es nicht. Das Urteil kann daher keinen Schlussstrich bedeuten, sondern nur der Anfang einer Aufarbeitung sein, bei der auch die gesellschaftliche Stimmung sowie die
behördlichen Strukturen beleuchtet werden, welche die Taten des NSU ermöglichten.

Die Umbenennung der Straßen soll zu einer Auseinandersetzung mit der rassistischen Mordserie anregen. So wurden die Straßen Habichweg, Kattreinstraße, Bismarckstraße, Esselbornstraße, Leydheckerstraße,
Stauffenbergstraße, Moltkestraße, Hindenburgstraße sowie der Taunusplatz und stellvertretend für den Krolowweg der Von-der-Meritz-Weg nach den oben genannten Opfern des NSU benannt. Die Hindenburgstraße wurde dabei wie schon von Senior*innen zum Jahrestages der Ernennung Hitlers als
Reichskanzler erneut nach Halit Yozgat benannt.
Nähere Infos zu den meisten der umbenannten Straßen sind unter folgendem Link zu finden und soll zeigen, dass auch in Darmstadt mit beispielswiese der Esselbornstraße nachwievor ehemalige Mitglieder der NSDAP geehrt werden.

http://dfg-vk-darmstadt.de/Lexikon…/_Uebersicht_Strassen.htm

#keinschlussstrich #nsuprozess

Solidarität muss praktisch werden

[iL*] - 14. August 2018 - 19:12
Erklärung anlässlich der Blockade des Abschiebegefängnis

Am 22.Juni 2018 haben wir zusammen mit Freund*innen versucht eine Abschiebung zu verhindert. Rund 60 Menschen haben am frühen Morgen den Abschiebeknast blockiert. Im Vorfeld haben wir zusammen mit dem Bündnis "Community for all" die skandalösen Zustände in dem Abschiebeknast öffentlich gemacht.

Dazu haben wir erklärt:

Solidarität muss praktisch werden...

Deutschland dreht frei. 
Stell dir vor, dass im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Bremen circa 500 fehlerhafte positive Asylbescheide ausgestellt werden und prompt der Untergang des Rechtsstaates herbei geschrieben wird. Stell dir vor, dass über 30.000 Asylanträge fälschlicherweise abgelehnt und von Gerichten kassiert werden; dass über Jahre hinweg tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken und niemand das großartig zu stören scheint. Willkommen in Deutschland Sommer 2018.
Geflüchtete werden derzeit öffentlich zum Sündenbock für so ziemlich alles gemacht, was hierzulande und in der Welt so schief läuft. Politische Debatten werden gezielt eskaliert und Ängste geschürt, damit der Rechtsstaat mit „voller Härte“ zurückschlagen kann. Dass diese Härte den Rechtsstaat eher aushöhlt, als herstellt, ist den politisch Verantwortlichen entweder völlig egal oder einkalkuliert. 

Gegen diesen Rechtsstaat: Abschiebungen verhindern und solidarische Gemeinschaften aufbauen!
Die Verhinderung von Abschiebungen ist eine legitime Form des Protests, gegen die maßlose Kriminalisierung von Geflüchteten und ihrer Unterstützer*innen sowie der aktuellen Entsicherung des deutschen Rassismus.
Flucht und Migration sind Ausdruck von gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen einige Wenige immer mehr bekommen, während dem großen Rest jede Lebensgrundlage geraubt wird. Solidarität und die Unterstützung von Menschen, die durch diese Verhältnisse zur Flucht gezwungen werden, ist das Mindeste, was Menschen mit einem gewissen Maß an Empathie und Verstand leisten können.

Wir appellieren nicht an diesen (Rechts-)Staat, weil genau dieser Staat und seine Organe, die Verhältnisse derart eskalieren lassen. Wir sind solidarisch mit Geflüchteten und ihren Unterstützer*innen. Mit all jenen, die sich gegen den neuen deutschen Wahnsinn stellen.

Zusammen kämpfen wir für ein besseres Leben für alle; hier und überall!

Wer die absurde Normalität von Abschiebungen und Abschottung unterbricht, verdient unsere Solidarität!

Wenn ihr wegen der Aktion am 22.Juni am Abschiebegefängnis in Darmstadt Post oder Besuch von der Polizei bekommt, wendet euch umgehend an eure lokale Rote Hilfe:
https://www.rote-hilfe.de/ueber-uns/adressen

Schreibt uns gerne, damit wir einen Überblick bekommen und alles politisch begleiten können:
darmstadt@interventionistische-linke.org

Niemand ist alleine. Community for all.

#commforall #stopdeportation

Schluss mit Abschiebungen! Schluss mit Kriegs-Logistik! Community for All

[iL*] - 14. August 2018 - 18:57
Demonstration gegen Kriegs- und Abschiebelogistik anlässlich des Abschiebegefängnis und der Angriff auf Afrin

Zusammen mit dem Bündnis "Community for all" und NAVDEM Darmstadt haben wir am 4. Mai in Darmstadt eine Demonstration und Fest vor der Erstaufnahmeeinrichtung in der Starkenburg-Kaserne organisiert.

Programm:

Ab 10:00 Uhr:
Straßenfest vor den Toren von Erstaufnahme und Kaserne
(Michaelisstraße 35, 64293 Darmstadt)

15:00 Uhr:
Auftaktkundgebung der Demonstration:
„Schluss mit Abschiebungen! Schluss mit Kriegs-Logistik! Community for All!“
am Luisenplatz Darmstadt

17:00 Uhr:
Abschlusskundgebung und Fest mit Musik und Essen vor Kaserne und Erstaufnahme
(Michaelisstraße 35, 64293 Darmstadt)

18:30 Uhr:
Vortrag
Aktuelle Lage der demokratischen Konföderation Nordsyrien Rojava
im Nav-Dem Vereinsgebäude
(Staudingerstraße 7, 64293 Darmstadt)
https://www.facebook.com/events/127852184742084/?ti=cl


Aufruf:

Vor wenigen Wochen hat das hessische Abschiebegefängnis in Darmstadt-Eberstadt seinen Betrieb aufgenommen. Seit dem sind dort mehrere Menschen inhaftiert, alleine um sie abzuschieben. Polizei und Landesregierung nutzen das Gefängnis dazu, um Stimmung zu machen gegen sogenannte "kriminelle Ausländer" und untergraben somit die Akzeptanz von Asylsuchenden in Deutschland und die Arbeit ihrer Unterstützer*innen. Sie verklären das Gefängnis zu einem Ort an dem Haft und Abschiebung "gerechte" Strafe für Verbrecher*innen sei, doch im Gegenteil wurde das Gefängnis nur geschaffen, weil genau dies vom europäischen Gerichtshof als illegal erklärt wurde.

Als Bündnis "Community for all" haben wir im Januar in Darmstadt mit hunderten Menschen gegen die gegenwärtige Abschiebepolitik und für eine solidarische Gesellschaft demonstriert, in der ein gutes Leben für Alle möglich ist, egal wo sie geboren sind.

Doch die Lage hat sich nicht gebessert. Im Gegenteil:

Nahezu täglich erreichen uns Nachrichten, dass unsere geflüchteten Freund*innen in den Darmstädter Unterkünften nachts aus ihren Betten geholt und abgeschoben werden. Tagsüber trauen sich viele nicht auf die Straßen, aus Angst vor rassistischen Polizeikontrollen.

Zeitgleich greift das NATO Mitglied Türkei völkerrechtswidrig die nord-syrischen Gebiete um Afrin an. Hier hat die kurdische Bewegung ein Gesellschaftsmodell entwickelt, in dem ein selbstbestimmtes und friedliches Miteinander verschiedener Nationalitäten und Religionen möglich ist und in dem hunderttausende Menschen Schutz vor den Schlächtern Assads und den islamistischen Banden gefunden haben. Das Kriegsmaterial Erdogans kommt aus Deutschland.

Beides hängt miteinander zusammen

Rüstungsexporte stürzen die gesamte Region von Mali bis Syrien ins Chaos und treiben die Menschen in die Flucht. Deutsche Waffenexporte und der schmutzige Deal mit der EU dienen Erdogan als Freibrief für seinen völkerrechtswidrigen Krieg und die Repressionen gegen Kurd*innen und andere Oppositionelle. Im Gegenzug schließt die Türkei die Fluchtrouten und macht für Europa die Drecksarbeit. Aus Deutschland wiederum werden die Menschen, die vor Krieg und Hunger geflohen sind, in Perspektivlosigkeit und Krieg abgeschoben.

Beides passiert in Darmstadt Tür an Tür

In der Starkenburgkaserne westlich des Bahnhofs läuft die tödliche Maschinerie bis jetzt unwidersprochen ab. Aus der Erstaufnahmeeinrichtung in der Michaelisstraße werden Menschen abgeschoben, während nebenan die Bundeswehr Leopard II Panzer in Stand setzt. Das gleiche Modell, dass die türkische Armee in Afrin einsetzt.

Das alles ergibt eine mörderische Logik!

Damit muss Schluss sein! Wir werden am 04. Mai 2018 klar machen, dass Kriegslogistik und Abschiebung miteinander zusammenhängen. Gemeinsam werden wir dort hin gehen wo Krieg beginnt und für viele kein Ende nimmt, vor die „Starkenburgkaserne“ und die Erstaufnahmeeinrichtung in der Michaelisstraße. Mit einem Fest werden wir unsere Solidarität mit den vor Krieg und Zerstörung geflohenen Menschen in der Erstaufnahmeeinrichtung zeigen und die Kriegslogistik stören.

Schluss mit Abschiebungen!
Schluss mit Waffenexporten!
Schluss mit den Angriffen auf Afrin!

Für eine solidarische Gesellschaft für alle: ohne Kriege, Flucht und Elend!

 

Redebeitrag der IL-Darmstadt:

Community for all! Gegen das Abschiebegefängnis

Im Januar diesen Jahres sind wir mit circa 800 Menschen durch Darmstadt gezogen und haben mehr als deutlich unsere Haltung zur schwarz-grünen Abschiebepolitik in Hessen in die Stadt getragen: Stoppt das Abschiebegefängnis! Schluss mit Abschiebungen!

Seit Anfang April werden nun in Eberstadt Menschen inhaftiert, allein um sie abzuschieben. Unsere Kritik stieß entweder auf taube Ohren. Niemand der Verantwortlichen hier in Darmstadt hat sich zu den Forderungen des Bündnisses „Communitiy for all“ verhalten. Schlimmer noch, wird in bester NPD Manier gegen Kriminelle Ausländer gehetzt, um die Bewegung der Geflüchteten und ihrer Unterstützer*innen zu spalten.

Wir als Interventionistische Linke und das Bündnis „Community for all“– das wollen wir heute klar machen – sind nicht nur gegen das hessische Abschiebegefängnis. Wir setzen uns für eine Welt ohne Abschiebungen überhaupt ein. Das sei idealistischer Nonsens, heißt es dann oft.

Alles nur utopische Spinnerei? We don‘t think so!

Eine Welt ohne Abschiebung werden wir nicht durch noch höhere Zäune oder noch mehr Polizeikontrollen erreichen. Die Vorstellung, die Welt in eine Ansammlung von fein säuberlich getrennten Bevölkerungsgruppen einzuteilen, zeugt von fortgeschrittener Realitätsverweigerung.
Eine Welt ohne Abschiebung werden wir auch nicht durch noch mehr rassistische Hetze und Ressentiment erreichen. Der Gedanke, dass die Menschen, die vor Krieg und Elend fliehen, selbst  Schuld an ihrer Situation und Verantwortlich für die Krisen der Welt sind, ist weltfremd und einfach nur zynisch.
Eine Welt ohne Abschiebung werden wir ebenso nicht durch mehr fragwürdige Deals mit Möchtegern-Diktatoren wie Erdogan erreichen, der mit seinem Angriff auf kurdische Gebiete die  Kriege in Syrien weiter anheizt. Dieses Vorgehen ist eine Illusion, da es nichts an den Verhältnissen, die zu Flucht und Migration führen, ändert. Im Gegenteil – diese nur verschärfen.

It‘s not race, but economy!

Eine Welt ohne Abschiebung werden wir nur erreichen, in dem wir die Verhältnisse überwinden, die  Menschen die Lebensgrundlage entziehen, sie in ein Leben in Abhängigkeit zwingen und ganze Landstriche verwüsten. Hier in Europa und überall in der Welt.
Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der die Vermögensungleichheit groteske Züge annimmt. Ökonom*innen berechnen ein nahezu mittelalterliches Niveau an Ungleichheit, bei der 1 Prozent der Weltbevölkerung über circa die Hälfte des weltweiten Vermögens verfügt.
Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der sich Waren und Geld frei bewegen können. Wohlhabende können sich aussuchen können, in welchem Land sie möglichst keine Steuer zahlen. Für Menschen, die keine Lebensgrundlage mehr haben, werden Mauern und Zäune gebaut.
Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, die ihre natürliche Lebensgrundlage für ein Wirtschaftssystem verheizt, und noch nicht einmal dazu in der Lage ist, den dabei produzierten Reichtum fair zu verteilen. Stattdessen werden ständig einige wenige Gewinner*innen und massenhaft Verlierer*innen produziert.
Darüber sollten wir uns unterhalten. Doch hierzulande hetzen selbst ernannte Wutbürger*innen lieber bequem gegen die Schwächsten der Schwachen, während Unternehmen und Milliardär*innn in aller Ruhe ihre Profite einstreichen und etablierte Parteien bei AFD, Pegida und Co abschreiben. Schluss damit!

Ein Tag ohne Abschiebung! Ein Tag ohne Rüstungslogistik!

Deswegen laufen wir heute zu der Erstaufnahmeeinrichtung „Michaelisdorf“, wo beinahe täglich Menschen, die sich um Asyl bewerben abgeschoben werden. Direkt nebenan betreibt die Bundeswehr in der Starkenbergkaserne eine Panzerwerkstatt, in der Leopard II Panzer ausgestattet werden. Die gleichen Waffen, die den Bürgerkrieg in Syrien weiter anheizen.
Krieg und Flucht hängen miteinander zusammen. Wir wollen unsere Solidarität mit den Geflüchteten vor Ort zeigen und den Betrieb der Werkstätten stören. Zusammen mit denen, die vor Kriegen geflohen sind, werden wir die Rüstungslogistik unterbrechen.

Es ist unsere gemeinsame Aufgabe die Verhältnisse grundlegend zu ändern. Für eine Perspektive auf ein besseres Leben für alle!

Feministischer Kampftag 2018

[iL*] - 14. August 2018 - 18:37

Veranstaltungswoche zum feministischen Kampftag in Darmstadt. Mit Workshops, Vorträgen und Vernetzungsangeboten gegen das Patriachart. Am 8.März gemeinsam auf die Straße.

Workshop: Es bleibt unbequem. Feminismus und Männlichkeit.

Sonntag 4.3.|14:00-18:00
Ort: Hochschule Darmstadt, Gebäude C10, Raum 03.32 (barrierefrei)
Veranstalter*in: Bündnis feministischer Kampftag

Patriarchat abschaffen, das wollen wir alle. Dabei stehen wir oft an unterschiedlichen Positionen. Für viele geht es darum, mehr Raum zu bekommen, gehört zu werden und endlich selbstbestimmt leben und lieben zu können. Für Cis-Männer hingegen bedeutet das, dass sie sich verändern müssen und das ist nicht einfach: Bei sexistischer Scheiße nicht wegschauen. Zurückhaltender sprechen. Kritik annehmen und Fehler einsehen. Aber auch lernen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und sich von Stereotypen zu befreien. Also, das was Feminismus ermöglichen kann. Wie können Cis-Männer solidarisch mit feministischen Kämpfen sein? Wie können wir Männlichkeiten konkret reflektieren und Wege hinaus finden? Und was bedeutet eigentlich Männlichkeit? Zusammen wollen wir unbequeme und solidarische Antworten suchen. Kommt vorbei, mit oder ohne Vorwissen. All genders welcome.

Facebook-Event:  https://www.facebook.com/events/157330504927434/

 

FLTI* Abend
Montag 5.3. | ab 18:00
Ort: Oetinger Villa
Veranstalter*in: DaQueerFem*

Der FLTI* Abend findet jeden 1., 3. und 5. Montag im Monat zwischen 18 und 21 Uhr statt.
Wir möchten euch wärmstens zu unserem FrauenLesbenTransInter* Abend einladen. Jeden Zweiten Montag wird dieser nun in Darmstadt angeboten.
Wir wollen einen entspannten Abend gestalten, der ausnahmsweise frei ist von cis-Männern. Wir wollen ermöglichen, dass FLTI*-Personen einen Abend erleben können, der möglichst diskriminierungsarm und mit Solidariät genossen werden kann. Denn bei fast allen anderen Veranstaltungen oder Polit-Treffen herrscht eine Mehrheit an Cis-Männern. Durch deren Dominanz und sexistischem Verhalten werden häufig FLTI*-Personen und deren Themen ausgeschlossen.

Was wird gemacht?
Wie wir gemeinsam den Abend gestalten, ist völlig offen: Einfach rumhängen, Bier oder Limo trinken, entspannt quatschen bis hin zu intensiven Gesprächen oder politischer Organisierung. Die Getränke sind günstig, aber es muss nichts gekauft werden. Der Zugang zur Villa ist aber leider nicht Rollstuhlgerecht.
Sag anderen Personen bescheid, bei denen du denkst, sie könnten Interesse daran haben, auch wenn es für dich selbst kein Raum sein sollte.

Was sind cis-Männer?
Unter dem Begriff cis werden Personen verstanden, die mit ihrem bei Geburt zugewiesenem Geschlecht zufrieden sind. Damit ist cis der Gegenbegriff von Trans*.

Workshop: Wie kann ich mit trans*Menschen solidarisch umgehen?
Dienstag 6.3. | 18:00-21:00
Ort: Hochschule Darmstadt Gebäude: C10 Raum: 03.32 (barrierefrei)
Veranstalter*in: Bündnis feministischer Kampftag

Im Workshop zu trans*Verbündetenschaft wollen wir erarbeiten, wie in einer heteronormativen Gesellschaft Normen konstruiert werden und Diskriminierungsmechanismen funktionieren. Wir wollen eine trans*inklusive Sprache erlernen, über die Lebensrealitäten von trans* und interMenschen sprechen und das Kozept der Verbündetenschaftkennen lernen. Wie können trans*Menschen solidarisch unterstützt werden?

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/164571874187103/

Übelst feministischer Kneipenabend
Mittwoch 7.3.: | ab 21:00
Ort: Oetinger Villa
Veranstalter*in: Bündnis feministischer Kampftag

In der Woche um den feministischen Kampftag gestalten wir den antifaschistischen Kneipenabend übelst feministisch. Wir wollen uns bei Musik und netter Gesellschaft vernetzten, diskutieren und uns austauschen. Außerdem ist es auch der letzte Tag vor der feministischen Nachttanzdemo und wir wollen Banner malen und was uns sonst noch so an Utensilien für die Demo einfällt. Ihr könnt gerne eigene Getränke mitbringen oder auf das Angebot der Villa zurückgreifen. All genders welcome.

Facebook-Event:  https://www.facebook.com/events/1654109501294980/

Feministische Nachttanzdemo
Donnerstag 8.3.: | 18:00
Ort: Luisenplatz
Veranstalter*in: Bündnis feministischer Kampftag

Jeder Tag ist feministischer Kampftag.

Am 8. März gehen wir zusammen auf die Straße, um die Kämpfe von Frauen*, Lesben, trans* und inter*Personen (FLTI*) international sichtbar zu machen und weiter gegen unsere Unterdrückung anzukämpfen. Dabei verbinden wir unseren Feminismus mit den Kämpfen gegen andere Diskriminierungen wie Rassismus, Homofeindlichkeit, Klassismus, Antisemitismus, Behindertenfeindlichkeit, Antiziganismus oder Trans*feindlichkeit.

Im weltweiten Kampf gegen die Unterdrückung von FLTI* und im Kampf gegen das Patriarchat haben wir schon einiges erreicht. Feminist*innen setzten sich für die Gleichheit vor dem Gesetz, den Zugang zu Bildung und Beruf, für Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die eigene Sexualität ein. So wurde in Deutschland vor 100 Jahren durch diese Kämpfe das Frauen*Wahlrecht durchgesetzt.

Doch trotz all dieser Errungenschaften lässt sich die ungleiche Verteilung von Ressourcen, Macht und Teilhabe weiterhin zwischen den Geschlechtern ausmachen.

Unser Feminismus geht weiter…

…denn noch immer sind FLTI* besonderen Gewaltverhältnissen ausgesetzt!

Gewalt gegen FLTI* hat viele Gesichter. Eine Grundlage dafür ist der Sexismus in unserer Gesellschaft. Sexismus teilt die Menschen in Männer und Frauen und weist ihnen jeweilige Rollen zu. Alle Menschen müssen sich dieser Einteilung fügen.

An Hand dieser Rollenbilder werden FLTI* zu sexuellen Objekten gemacht, ihnen Intelligenz oder Fähigkeiten abgesprochen und emotionale Arbeit (Erziehung, Pflege usw.) als ihr Naturell dargestellt. Durch sexistische Werbung, Fernsehsendungen, Schulbücher und Zeitschriften werden diese Rollenbilder fortwährend reproduziert (wiederholt). Gleichzeitig werden in den Medien Schwarze Menschen, People of Color, Menschen mit Behinderung, trans* und inter* Personen und Homosexuelle kaum gezeigt.

Darüber hinaus ist Sexismus auch die Grundlage für die Misshandlung von FLTI* im Krieg oder auf der Flucht. Sexualisierte Gewalt wird systematisch als Mittel der Unterwerfung eingesetzt. Doch nicht nur im Krieg erfahren FLTI* sexualisierte Gewalt. Die meisten sexualisierten Übergriffe finden nach wie vor zwischen Menschen statt, die sich persönlich kennen und die in einem hierarchischen Verhältnis zueinander stehen. Diese Gewalt ist kein Import. Häusliche und psychische Gewalt gegen FLTI* sind Teile des patriarchalen Systems auch in Deutschland. Versuche, Sexismus oder sexualisierte Gewalt als Problem darzustellen, welches Geflüchtete mitgebracht hätten, sind nichts anderes als Rassismus.

… denn noch immer gibt es Ausbeutung, soziale Ungleichheit und geschlechtliche Arbeitsteilung!

Die unbezahlte Sorgearbeit (Erziehung, Pflege, Haushalt usw.) wird zum großen Teil von Frauen* ausgeführt. Obwohl diese Reproduktionsarbeit die Basis der Gesellschaft ist, findet sie keine Anerkennung. Selbst Berufe in der Pflege, die zum größten Teil von Frauen* und häufig Migrant*innen ausgeführt werden, werden nicht wertgeschätzt und schlecht bezahlt. Im Neoliberalismus spitzt sich diese Situation weiter zu.

Auch bei gleicher Arbeit verdienen FLTI* im Schnitt weniger als Männer, selbst bei gleicher Qualifikation. Für trans* und inter*Personen ist es darüber hinaus besonders schwer einen Job zu finden, da sie auch auf dem Arbeitsmarkt Diskriminierung ausgesetzt sind.

… denn noch immer gibt es kein Recht auf die Wahl des eigenen Geschlechts!

In Deutschland erhalten alle Menschen kurz nach ihrer Geburt einen Eintrag zu ihrem Geschlecht. Bislang gab es nur die Wahl zwischen entweder weiblich oder männlich. 2018 soll sich dies ändern und eine weitere Auswahlmöglichkeit für inter*Personen eingeführt werden. Inter*Personen sind Menschen, die sich biologisch nicht eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zuordnen lassen.

Noch immer werden trans* und inter*Personen diskriminiert und erleiden Gewalt und Unterdrückung. Dies geht sowohl von der Gesellschaft, als auch vom Staat aus. Der staatliche Zwang zu einem dieser zwei Geschlechter bedeutet für viele trans* und inter*Personen kostspielige und zeitaufwendige Therapien oder nicht lebensnotwendige OPs (bei inter*Kindern zur sogenannten Geschlechtsangleichung auch gegen ihren Willen).

… denn noch immer gibt es keine sexuelle und körperliche Selbstbestimmung!

Sexualität wird kapitalistisch vermarktet und gleichzeitig tabuisiert – nackte Körper werben an jeder Ecke und gleichzeitig kennen viele kaum ihren eigenen Körper. Die eigene Lust, aber auch die eigenen Grenzen kennenzulernen, ist unter diesen Umständen verdammt schwer. Viel zu oft werden Grenzen durch Sprüche oder gar übergriffiges Verhalten verletzt. Diese Grenzverletzungen sind nur zum Teil strafbar. Die juristische Parole „im Zweifel für den Angeklagten“ bedeutet viel zu oft eine Entscheidung gegen die Kläger*in – also gegen die Opfer oder Überlebenden von sexualisierter Gewalt. Selbst feministische Hilfevereine raten aus diesem Grund oftmals vom juristischen Weg ab.

Und auch beim Schwangerschaftsabbruch steht das Gesetz nicht auf der Seite von FLTI*. Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland durch den Paragrafen 218 im Strafgesetzbuch (StGB) noch immer eine Straftat, wenn auch unter Umständen eine straffreie. Obwohl Schwangerschaft nur den Körper der Schwangeren betrifft und auch die Erziehung und Pflege der Kinder noch immer keine gesellschaftlich geteilte Angelegenheit ist, dürfen Schwangere nicht selbst über ihren Körper bestimmen und entscheiden, ob und wie sie ihr Kind bekommen wollen. Ärzt*innen ist es über dies laut Paragraf 219a StGB nicht erlaubt, über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren.

Feminism unlimited! Smash patriarchy!

Am 8. März gehen wir in Darmstadt auf die Straße, um die Errungenschaften und Kämpfe von FLTI* zu feiern. Wir tun dies in einem weltweiten Zusammenhang, am 8. März ist keine FLTI* alleine auf der Straße! Solidarisch werden wir uns gegen Sexismus und Gewalt an FLTI* stellen. Auch davon, dass Feminist*innen gegenwärtig mit Vergewaltigungs- und Morddrohungen überschüttet werden, lassen wir uns nicht davon abhalten, gegen den erstarkenden konservativen und rechten Diskurs für unsere Rechte einzutreten.

2018 wollen wir die Abschaffung der Paragrafen 218 und 219 erkämpfen. 2018 wollen wir für das Selbstbestimmungsrecht über das eigene Geschlecht, den eigenen Körper und die eigene Sexualität einstehen.

Wir sind in Gedanken bei unseren mutigen Freund*innen in Afrin/Kurdistan: Jin, Jiyan, Azadi!

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/1998407677084847/

Queerfeministische Bibliothek
Freitag 9.3. | 11-14:00
Ort: Raum_in,  Oetinger Villa
Veranstalter*in: Bündnis feministischer Kampftag

Die queerfeministische Bibliothek in Raum_in öffnet ihre Pforten zum lesen. Wir haben insgesamt ca. 700 Bücher rund ums Thema Queerfeminismus. Vor kurzem konnten wir dank der Hilfe des h_da AStA’s 25 neue queerfeministische Bücher besorgen.

Kommt einfach vorbei und schaut euch die Bücher an. Wir haben warme Decken und auch was zum trinken da, damit ihr gemütlich lesen könnt.

Feste Öffnungszeit: Jeden Freitag zwischen 11 und 14 Uhr.  Je nach Motivation kann die Bibliothek auch länger als 14 Uhr geöffnet bleiben.

 

Salongespräch. Zwei Feministinnen. Zwei Generationen. Ein Gespräch.
Samstag, 10.03. | 18 Uhr
Ort: zucker

2018 tun sich gleich zwei feministischen Jubiläen hervor: 100 Jahre Frauen*Wahlrecht und 50 Jahre Tomatenwurf im SDS. Feministi*innen haben damals ganz schön Rabatz gemacht und radikal für ein besseres Leben gekämpft.

Gleichzeitig stehen 2018 feministische Kämpfe auf der politischen Agenda. Die Änderung des Personenstandgesetzes, die Abschaffung der sogenannten Abtreibungsparagrafen 218 und 219 für die körperliche Selbstbestimmung und nach wie vor die Abwehr des völkisch-nationalistischen Antifeminismus.

Im Gespräch zwischen Christiana Klose und einer Aktivistin der Interventionistischen Linken werdendie vergangen femisitischen Kämpfe genauer betrachtet und Forderungen, Errungenschaften und Aktionsformen gemeinsam im Hinblick auf die anstehenden Kämpfe diskutiert.

Christiana Klose war beim Tomatenwurf 1968 auf der SDS-Deligiertenversammlung in Frankfurt a.M. dabei und hat sich als politische Aktive und auch wissenschaftlich mit den Frauenbewegungen des letzten Jahrhunderts beschäftigt.

Facebook-Event:  https://www.facebook.com/events/392968681127920/

SchwarzRund queere Lesung und Performance
Sonntag 11.3. | 18 Uhr

Ort: Glaskasten H-da (Barrierefrei)
Veranstalter*in: Bündnis feministischer Kampftag

„Biskaya“ ist ein afropolitaner Roman über das Leben von Schwarzen
Menschen in Berlin. Die dreißigjährige Tue ist mit drei Elternteilen
aufgewachsen und verdient heutzutage ihr Geld als Sängerin einer
deutschsprachigen Indie-Band. Doch mit den anderen Bandmitgliedern hakt es
und auch ihre WG wird Tue immer fremder, Ruhe findet sie allein bei ihrem
besten Freund Matthew. Er ist die Familie, die es in ihrem Leben seit
Jahren nicht mehr gegeben hat.

In ihrem neuen Roman vermittelt SchwarzRund ein Gefühl, wie es ist, Schwarz
zu sein in einem Land von Weißen, ohne dieses Schwarzsein mit einer
afrikanischen Region verbinden zu können.

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/333996480420515/

 

Zusammen mit unseren IL-Freund*innen haben wir dezentrale Plakat-Aktionen rund um den 8.März durchgeführt:

http://www.feminism-unlimited.org/100-jahre-frauenwahlrecht-wir-wollen-mehr/

Community for all - Solidarische Gemeinschaften statt Abschiebegefängnis

[iL*] - 14. August 2018 - 18:21
Aktionswoche gegen das geplante Abschiebegefängnis in Darmstadt

In Darmstadt wurde im März 2018 ein Abschiebegefängnis eröffnet. Zusammen mit einem breiten Bündnis "Community for all - Solidarische Gemeinschaften statt Abschiebegefängnis" haben wir uns 2018 gegen die Abschottungs- und Abschiebepolitik organisiert.

Aktionswoche im Januar:

.....

Demonstraion am 20.Januar 2018

Aufruf:

Flucht ist kein Verbrechen. Mit einer landesweiten Demonstration wollen wir gegen die Praxis der hessischen Landesregierung demonstrieren, Asylsuchende zu inhaftieren, sie in gut und schlecht einzuteilen, sie nach ihrer „Nützlichkeit“ zu bewerten und den Wunsch nach einem besseren Leben zu kriminalisieren.

Ende 2017 hat die hessische Landesregierung die Entscheidung getroffen, auf dem Gelände der JVA-Darmstadt das zentrale Abschiebegefängnis in Hessen einzurichten. Bis zu 50 Menschen sollen dort – ohne eine Straftat begangen zu haben – in Haft genommen werden, um sie anschließend in Länder wie beispielsweise Afghanistan oder Pakistan abzuschieben.

Die Landesregierung versucht den Eingriff in grundlegende Menschenrechte kleinzureden. So spricht sie von Abschiebehaft als „normales Leben minus Freiheit“ und behauptet, die Gesellschaft könne nur so die Aufnahme von Geflüchteten akzeptieren.

Diese Argumentation ist zynisch. Sie zeigt, dass rechte Parolen längst die Programme der politischen Parteien und Regierungen diktieren. Die Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik sowie die Einrichtung eines Abschiebegefängnisses sind weitere Zugeständnisse an die Rechte und ihre Hetze gegen Geflüchtete.

Schluss damit! Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen! Geflüchtete, die sich selbst organisieren, Freiwillige, die tagtäglich Solidarität leben und in den zahlreichen Unterstützungs-Initiativen aktiv sind, jene, die für eine humanere Migrationspolitik parlamentarisch streiten und die vielen anderen, die außerparlamentarisch für globale Bewegungsfreiheit und für das gute Leben für alle kämpfen oder kämpfen wollen: lasst uns am 20. Januar 2018 unter dem Motto Community for all – Solidarische Gemeinschaften statt Abschiebegefängnis gemeinsam demonstrieren.

Redebeitrag der IL

Abschiebung hat viele Gesichter

Wir halten hier am Polizei- und Regierungspräsidiums des Landes Hessen. Die Behörden, die für die Umsetzung der schwarz-grünen Abschiebepolitik und den Betrieb des Abschiebegefängnisses in Eberstadt zuständig sind. 

Menschen, die in den letzten Jahren nach Deutschland geflohen sind, erwartet – entgegen der landläufigen rechten Phantasie – hier keine Insel der Glückseeligkeit! Ganz im Gegenteil: Die sogenannten Ausländerbehörden, Sozialämter, Justiz und Polizei bilden zusammen einen Komplex, der alles dafür tut, Geflüchtete schnellstmöglich wieder los zu werden.

Der Abschiebeapparat hat viele Gesichter. Grenzbeamte und -beamtinnen, zwingen vor der afrikanischen Küste fliehende Menschen auf lebensgefährliche Routen über das Mittelmeer.  Polizisten und Polizistinnen führen entgegen des Schengen-Abkommens Grenzkontrollen durch oder nehmen an öffentlichen Plätzen im Polizeijargon verdachtsunabhängige - tatsächlich aber oft rassistische Personenkontrollen vor. Die Grenzen Europas verlaufen quer durch die Staaten, durch unseren Alltag. 

Beamte und Beamtinnen entscheiden in langwierigen Verfahren über die Rechtmäßigkeit der Fluchtgründe. Sie beschneiden den Nachzug von Familien und die Anerkennung von Ausbildungen.  Sie schränken die freie Wahl des Wohnortes ein. Sie legen denjenigen, die in Deutschland Schutz suchen überall Steine in den Weg. Diese bürokratischen Vorgänge sind Teil der unmenschlichen Abschiebepolitik. Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht.


Das Misstrauen der Behörden – und der politische Druck – geht so weit, dass Staatsanwält*innen auf die Idee kommen, Handknochen zu vermessen um das Alter von Geflüchteten festzustellen, und Politiker*innen sind sich nicht zu Schade um jugendliche Asylsuchende vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Frühere Erfolge der antirassistischen Bewegung, wie die vereinzelte Abschaffung der Residenzpflicht, wurden in den letzten Jahren aufgeregter „Flüchtlingsdebatte“ pulversiert. Als ob es sie nie gegeben hat.
Die Liste der Asylrechtsverschärfungen ließe sich noch lange fortsetzen. Klar ist, das Abschieberegime hat viele Gesichter. Und niemand muss sich den Scheiß freiwillig geben.

It‘s not race, but economy!

Es ist absurd, welcher Aufwand hierzulande betrieben wird, um die realen, wirtschaftlich und militärisch bedingten Fluchtbewegungen auf autoritäre Weise wegzuorganisieren. Und das Ganze noch damit zu begründen, dass nur durch konsequentes Abschieben,  Integration möglich sei. Das ist zynisch.

Solche Aussagen verstärken nur den Wettlauf, um die rassistischsten Parole im Land. An den tatsächlichen Verhältnissen, die zu Flucht und Migration führen, ändert all das rein gar nichts.
Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der die Vermögensungleichheit groteske Züge annimmt. Ökonom*innen berechnen ein nahezu mittelalterliches Niveau an Ungleichheit, bei der 1 Prozent der Weltbevölkerung über circa die Hälfte des weltweiten Vermögens verfügt. 

Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der sich Waren und Geld frei bewegen können. Wohlhabende können sich aussuchen können, in welchem Land sie möglichst keine Steuer zahlen. Für Menschen, die keine Lebensgrundlage mehr haben, werden Mauern und Zäune gebaut.

Wir leben in einer kapitalistischen Gesellschaft, die ihre natürliche Lebensgrundlage für ein Wirtschaftssystem verheizt, und noch nicht einmal dazu in der Lage ist, den dabei produzierten Reichtum fair zu verteilen. Stattdessen werden ständig einige wenige Gewinner*innen und massenhaft Verlierer*innen produziert.

Darüber sollten wir uns unterhalten. Doch hierzulande hetzen selbst ernannte Wutbürger*innen lieber bequem gegen die Schwächsten der Schwachen, während Unternehmen und Milliardär*innn in aller Ruhe ihre Profite einstreichen und etablierte Parteien bei AFD, Pegida und Co abschreiben. Schluss damit!

Solidarische Gemeinschaften statt Abschiebestaat

Wir sind heute hier, weil wir mit euch zusammen für solidarische Gemeinschaften eintreten wollen, die keinen Bock mehr auf diese Verhältnisse haben.
Gemeinschaften, die sich unabhängig von Herkunft und Geschlecht gegenseitig dabei unterstützen, den Alltag zu bewältigen, sich gegenseitig Sprachen beibringen, Aufenthaltsmöglichkeiten erstreiten und im Notfall auch ihre Wohnung öffnen, um Menschen die von Abschiebung bedroht sind zu schützen.

Wir stehen Seite an Seite mit den Menschen, die dazwischen gehen, wenn Mitschüler oder Mitschülerinnen aus dem Unterricht geholt und abgeschoben werden sollen. Diejenigen Ärzte und Ärztinnen, die Menschen medizinisch behandeln ohne nach Aufenthaltsstatus zu fragen. Diejenigen Piloten und Pilotinnen die in den letzten Jahren sich massenhaft geweigert haben, Abschiebeflüge durchzuführen. Und viele anderen mehr.

Bildet solidarische Organisationen und Gemeinschaften. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe die Verhältnisse grundlegend zu ändern. Für eine Perspektive auf ein besseres Leben für alle!

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Aktion vorm Grünen-Büro

Wer Anderen ein Gefängnis baut.... Mit Friends zusammen haben wir in der Aktionswoche #commforall mal die Grünen in Darmstadt besucht.

Niemand muss beschissene Politik machen. #stopdeportation

https://vimeo.com/253367912

Wie viel rechte Hetze muss die Öffentlichkeit dulden?

[iL*] - 14. August 2018 - 17:37
Die Frankfurter Buchmesse hat es mal wieder gezeigt: Wenn rechten Akteur*innen Raum gegeben wird, so werden sie diesen nutzen. Ausgangspunkt der Debatte über Frankfurts Stadtgrenzen hinaus war der Stand des Antaios-Verlages um den rechten Ideologen Götz Kubischeck.

Das ganze Wochenende über gab sich dort das Who-is-who der Neuen Rechten die Klinke in die Hand: Matrin Sellner und Mario Müller von der Identitären Bewegung, Björn Höcke von der AfD, der Autor Martin Semlitsch sowie Elllen Kositza und Götz Kubischeck selbst. Sowohl der Rundgang über das Messegelände als auch die Durchführung von drei Lesungen wurde von Rechts gefeiert.

Glücklicherweise blieben diese Veranstaltungen zivilgesellschaftlich nicht unkommentiert. Dies nutzten wiederum die Rechten, um sich weiter als Opfer einer "Links-Alternativen Meinungsunterdrückungs-Maschenerie" darzustellen.

Die Neue Rechte tritt zunehmend offensiver auf und nutzt strategisch ausgewählte Ereignisse geschickt um ihre menschenverachtende Ideologie in die Öffentlichkeit zu bringen.

Die Stadt Frankfurt und die Veranstalter*innen der Buchmesse agierten im Vorfeld mehr als unglücklich. Im Anschluss an die Auseinandersetzungen während der Buchmesse argumentierten die Veranstalter*innen der Buchmesse, dass der Auftritt des rechten Verlages durch die Meinungsfreiheit gedeckt sei und steckten rechte Hetzer*innen und linke Gegendemonstrant*innen kurzer Hand in einen Topf.

Doch was bedeutet eigentlich Meinungsfreiheit und wie viel Raum muss rechtem Gedankengut öffentlich gewährt werden? Braucht es wieder einen antifaschistischen Grundkonsens als zivilgesellschaftliche Orientierungslinie? Über den Umgang auf der Buchmesse aber auch über konkrete Strategien, um rechten Akteur*innen nicht weiter Raum für ihre Hetze einzuräumen, wollen wir mit folgenden Menschen sprechen, die auf der Buchmesse vor Ort waren:

Danijel Majic, Journalist der Frankfurter Rundschau

Nico Wehnemann, Stadtverordneter Frankfurt/M.

Eva Berendsen, Bildungsstätte Anne Frank Frankfurt/M.

Moderiert wird das Podium von Aktiven der Interventionistischen Linken.


12. Dezember 19Uhr
Hans-Böckler-Saal im DGB Haus
Rheinstraße 50
64283 Darmstadt

Wir lassen uns nicht verkohlen! Kein neues Kohlekraftwerk in Stade!

[iL*] - 13. August 2018 - 11:46

Protest gegen Kohle - lokal und weltweit!
Am 08.09. demonstrieren wir gemeinsam gegen das von dem Chemiekonzern DOW geplante neue Kohlekraftwerk in Stade. Die Zeit der Kohle ist abgelaufen – sie ist klimaschädlich, gesundheitsgefährdend und überflüssig. Weder in Stade noch anderswo dürfen neue Kohlekraftwerke gebaut werden!

Trotz ausdauerndem lokalen Protest hält DOW an seinen Plänen fest, in seinem Werk bei Hamburg ein Kraftwerk zu bauen, das mit ca. 80-100% Steinkohle befeuert würde! Ob bei Hamburg ein weiteres Kohlekraftwerk gebaut wird ist auch eine globale Frage. Unser Protest steht in Solidarität mit all denjenigen, die schon heute vom Klimawandel betroffen sind und die sich weltweit gegen die zerstörerischen Konsequenzen fossiler Energieträger wehren.

Kohle – zerstörerisch für Klima und Gesundheit!
Bei der Kohleverbrennung entsteht eine unfassbar hohe Menge des Treibhausgases CO2. Außerdem entstehen Feinstaub, Schwermetalle und Stickoxide, die regional erhebliche Gesundheitsschäden hervorrufen. Das geplante Kohlekraftwerk in Stade würde ca. 5 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen.

Um den Klimawandel zu bekämpfen und die Lebensgrundlage von Menschen weltweit zu schützen, brauchen wir den Kohleausstieg eher vorgestern als morgen. Doch anstatt Kohlekraftwerksneubauten zu verbieten und die klimaschädlichsten Kohlekraftwerke schon einmal abzuschalten, wird der Kohleausstieg von der Politik auf die lange Bank geschoben. Dass in Stade ein neues Kohlekraftwerk gebaut werden soll, während das Ende der Kohle politisch verhandelt wird, ist absurd!

Diesem klimapolitischen Wahnsinn werden wir nicht tatenlos zusehen! Um das Kohlekraftwerk in Stade zu verhindern, heißt es jetzt weiter Druck machen. Kommt mit uns am 8. September 2018 um 11Uhr auf die Straße!

 

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Die Demonstration findet an dem globalen Aktionstag „Rise For Climate“ („Steh auf für das Klima!“) statt. An dem Tag werden weltweit Aktionen und Demonstrationen gegen Kohle und andere fossile Energieträger stattfinden:
de.riseforclimate.org
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Rote Zone: Unabhängigkeit als linke Perspektive in Katalonien

[iL*] - 5. August 2018 - 16:39

 

Im Herbst 2017 verfolgten viele mit Spannung die Vorgänge in Katalonien. Die Region im Nordosten des spanischen Staates bereitete sich auf die Unabhängigkeit vor. Mit einem Referendum sollte die Ablösung vom spanischen Zentralstaat an der Wahlurne bestätigt werden. Die Regierung in Madrid reagierte mit Repression und Polizeigewalt gegen die Abstimmung, worauf ein Generalstreik Teile des öffentlichen Lebens zum Erliegen brachte.

Doch was bedeutet die Forderung nach Unabhängigkeit heute? Ist sie nur eine weitere Spielart nationalistischen Rechtsentwicklung in Europa oder bietet die Bewegung in Katalonien Anknüpfungspunkte für eine revolutionäre Transformation einer Gesellschaft, wie bei den Zapatistas in Mexiko oder beim demokratischen Konföderalismus in Rojava?

Mit einem Genossen des Comitè de Defensa de la República (CDR Berlin) schauen wir auf die Ereignisse seit Oktober 2017 und die Rolle revolutionärer Kräfte zurück und finden heraus, was wir von der Unabhängigkeitsbewegung lernen können.

Ab 19 Uhr: Kneipe
Um 20 Uhr: Veranstaltungsbeginn

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

#Seebrücke - Färbe deine Stadt Orange

[iL*] - 2. August 2018 - 20:32
+++ Aktionstag 4. August +++ #DayOrange +++ Färb deine Stadt orange +++ #DayOrange

 

Liebe Freund*innen, liebe Genoss*innen,

In den letzten Wochen ist es uns allen mit Aktionen, Interventionen und Gesprächen über” Seebrücke-schafft sichere Häfen” gelungen in den Diskurs rund um den sogenannten Asylstreit zu intervenieren. Wir haben in vielen europäischen Städten Demos/Aktionen (mit-)organisiert und dabei Menschen zusammengebracht die von der EU-Politik entsetzt sind – Menschen die sich für die Seenotrettung und offene Fluchtwege stark machen.
Seit gestern wissen wir, die Aquarius der SOS Mediterranee sticht wieder in See.  Sie begibt sich erneut aufs Mittelmeer, weil „das Retten von Menschenleben ihre Aufgabe ist“. Ein weiterer Grund für uns und alle, die ebenfalls und mindestens symbolisch ihre Unvereinbarkeit mit der herrschenden europäischen Politik und ihre unbedingte Solidarität mit Menschen, die auf der Flucht sind, zeigen wollen am Sonntag den 4 August, ORANGE in das Stadtbild zu bringen.
Auch als IL rufen wir am 4. August zum #dayorange auf. Der Tag soll auch an die Festnahme und Kriminalisierung des Rettungsboots Iuventa am 2. August vor einem Jahr erinnern. Vermeiden wir, dass noch irgendwer über das Sterben im Mittelmeer (und anderswo) hinwegsehen kann. Unser Ziel ist es solidarische Städte, Zufluchtsorte zu schaffen, Menschen aufzunehmen und Ihnen ein gleichberechtigtes Leben zu ermöglichen.
Am 4. August sollen in möglichst vielen Städten kreative Aktionen laufen, die es ermöglichen mit weiter ins Gespräch zu kommen und als Bewegung zu wachsen. Gegen einen wachsende Nationalismus auf EU Ebene, heißen wir gemeinsam Geflüchtete willkommen. Wir lehnen die Kriminalisierung der RetterInnen entschieden ab! Wir fordern offene Grenzen, ein Ende der Abschottung und der rassistischen Hetze.
Aktionsvorschläge: öffentliches Seebrücken Wimpel basteln, öffentliches Rettungsboote basteln/bauen (auch Papierschiffe), kollektives Haare orange färben, Bannerdrop, den Statuen in der Stadt Rettungswesten überziehen, orangene Farbe auf die Straße tragen, Brunnen einfärben, Fankurven in Fußballstadien einfärben uvm.
Seid kreativ! Macht micht und teilt die Einladung!

Interventionistische Linke, August 2018

Offenes Ende Gelände Picknick

[iL*] - 31. Juli 2018 - 12:50

Am Samstag den 04.08. veranstaltet die Hamburger Ortsgruppe von Ende Gelände ein gemeinsames Picknick (mit Grill, wer denn will) ab 17 Uhr im Arrivati-Park. Wir wollen zusammen sitzen, essen, schnacken und freuen uns auch über Freunde_innen, neue Interessierte oder einfach hungrige Menschen!

Ein Beitrag zum Büffet wäre klasse (bitte kennzeichnen, wenn nicht vegan) und bringt am Besten Geschirr, Besteck und Decken mit.

Ende Gelände ist ein breites politisches Bündnis aus Gruppen und Einzelpersonen, die aus verschiedenen sozialen Bewegungen und politischen Spektren kommen. Wir kämpfen für Klimagerechtigkeit - gemeinsam mit Menschen, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels und den Schattenseiten eines ungerechten Wirtschaftssystems betroffen sind. Wir nehmen den Klimaschutz selbst in die Hand und setzen den Kohleausstieg mit zivilem Ungehorsam durch. Die Dringlichkeit der Klimakrise lässt uns keine andere Wahl.

Als lokales Ende Gelände Hamburg Bündnis beteiligen wir uns an den Massenaktionen des zivilen Ungehorsams von Ende Gelände und am bundesweiten Ende Gelände Prozess. Einige von uns haben schon ein bisschen Erfahrung beim Blockieren von Kohle-Infrastruktur, andere machen sowas zu ersten Mal. Wir sind ein offenes Bündnis und freuen uns jederzeit über Neuzugänge! Ob Einzelpersonen, schon organisierte Gruppen oder Organisationen! Im Oktober 2018 wollen wir zusammen ins Rheinland fahren, um mit einer Ende Gelände Aktion des massenhaften zivilen Ungehorsams den Hambacher Forst zu schützen und den Kohleabbau von RWE zu stoppen. Unser nächstes Treffen findet am Dienstag, 14.08. um 18.30 Uhr im Centro Sociale (Sternstr. 2) statt. Macht mit!

Mehr Infos zu Ende Gelände und dem Hambacher Forst hier:
https://www.ende-gelaende.org
https://hambacherforst.org/

Seebrücke Nürnberg

[iL*] - 26. Juli 2018 - 22:55
Seebrücke Nürnberg – Schafft sichere Häfen!
In Berlin und 15 weiteren Städten fand im Juli bereits die Aktion Seebrücke (https://seebruecke.org/) statt. Stichworte sind das Sterben im Mittelbmeer, die Kriminaliserung von Seenotrettung und die unterträgliche Hetze von rechts bis zur politischen Mitte.
Der nächste Aktionstag der Bewegung Seebrücke ist am 04. August – diesmal auch in Nürnberg.
Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.
Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft.
Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.
Kundgebung am Samstag, 4. August um 15 Uhr am Parkplatz Norikerstraße am Wöhrder See in Nürnberg

Seebrücke Nürnberg - Schafft sichere Häfen!

[iL*] - 26. Juli 2018 - 22:41
Kundgebung am Samstag, 4. August um 15 Uhr am Parkplatz Norikerstraße

In Berlin und 15 weiteren Städten fand im Juli bereits die Aktion Seebrücke statt. Stichworte sind das Sterben im Mittelbmeer, die Kriminaliserung von Seenotrettung und die unterträgliche Hetze von rechts bis zur politischen Mitte.
Der nächste Aktionstag der Bewegung Seebrücke ist am 04. August – diesmal auch in Nürnberg.


Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.
Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft.
Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und fordern von der deutschen und europäischen Politik sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind.
Kundgebung am Samstag, 4. August um 15 Uhr am Parkplatz Norikerstraße in Nürnberg

Feministische Kämpfe am Beispiel der kurdischen Frauenbewegung

[iL*] - 25. Juli 2018 - 12:21

Veranstaltungsinformationen folgen in Kürze.

 

*** Veranstaltungsreihe "Antifeminismus von Rechts" in Hamburg ***
Im November 2017 verurteilte ein Gericht die Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe, weil sie auf ihrer Website Informationen über Abtreibungen bereitgestellt hatte, sowie über die Möglichkeit der Durchführung dieser in ihrer Praxis informierte. In der Folge wurde und wird in Deutschland wieder verstärkt über die geltenden Abtreibungsgesetze diskutiert. Denn der im Jahr 1933 von den Nationalsozialisten eingeführte § 219a StGB verbietet es, Ärzt_innen öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren.Auch in der Politik ist das Thema angekommen. Bereits Anfang 2018 hatten die Parteien SPD, die Linke, sowie die Grünen jeweils eigene Anträge zur Abschaffung des § 219a ausgearbeitet.Die SPD zog ihrenAntrag jedoch später zurück.Wir wollen darüber diskutieren, warum ein Informationsverbot, wie es §219a vorsieht, problematisch ist, warum eine Abschaffung bisher gescheitert ist und welche Perspektive es dafür nichtsdestotrotz gibt.
Neben der Werbung sind Abtreibungen immer noch grundsätzlich verboten, werden aber in den ersten drei Monaten nicht verfolgt. Dadurch statuiert das Gesetz immer noch eine Kriminalisierung der Abtreibung. Für die Teilnehmer_innen des Marschs für das Leben geht dieses Verbot allerdings nicht weit genug. Sie versammeln sich deshalb seit 2002 mehrmals pro Jahr an unterschiedlichen Orten in Deutschland und Österreich um gegen ein potentielles Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu demonstrieren. Dabei setzten sie in ihren Verlautbarungen Abtreibung mit Mord gleich. Bei der vom Bundesverband für Lebensrecht organisierten Veranstaltungen treffen sich CDU/CSU und AfD Abgeordnete mit christlich-fundamentalistischen und evangelikalen Organisationen. Diese Entwicklungen laufen parallel zu einer aufstrebenden Bewegung rechter Frauen, die einen vermeintlichen Feminismusbegriff instrumentalisieren, um rechte und rassistische Ideologien zu platzieren.
Über diese Themen wollen wir in einer Veranstaltungsreihe sprechen und dazu aufrufen sich den Kräften entgegen zu stellen, welche die bestehende Kriminalisierung autonomer Entscheidungen über den eigenen Körper aufrecht erhalten und diese noch verstärken wollen.

Marsch für das Leben - WTF?! Infoabend

[iL*] - 25. Juli 2018 - 12:19
Am 22. September 2018 findet in Berlin erneut der ‚Marsch für das Leben‘ von christlichen FundamentalistInnen und selbsternannten „Lebensschützern“ statt. Bei der Veranstaltung wird eine Aktivistin der Berliner WTF- Bündnisses Informationen zu den geplanten Gegenprotesten, aber auch zu den Hintergünden des 'Marsch für das Leben' geben.


*** Veranstaltungsreihe "Antifeminismus von Rechts" in Hamburg ***
Im November 2017 verurteilte ein Gericht die Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe, weil sie auf ihrer Website Informationen über Abtreibungen bereitgestellt hatte, sowie über die Möglichkeit der Durchführung dieser in ihrer Praxis informierte. In der Folge wurde und wird in Deutschland wieder verstärkt über die geltenden Abtreibungsgesetze diskutiert. Denn der im Jahr 1933 von den Nationalsozialisten eingeführte § 219a StGB verbietet es, Ärzt_innen öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren.Auch in der Politik ist das Thema angekommen. Bereits Anfang 2018 hatten die Parteien SPD, die Linke, sowie die Grünen jeweils eigene Anträge zur Abschaffung des § 219a ausgearbeitet.Die SPD zog ihrenAntrag jedoch später zurück.Wir wollen darüber diskutieren, warum ein Informationsverbot, wie es §219a vorsieht, problematisch ist, warum eine Abschaffung bisher gescheitert ist und welche Perspektive es dafür nichtsdestotrotz gibt.
Neben der Werbung sind Abtreibungen immer noch grundsätzlich verboten, werden aber in den ersten drei Monaten nicht verfolgt. Dadurch statuiert das Gesetz immer noch eine Kriminalisierung der Abtreibung. Für die Teilnehmer_innen des Marschs für das Leben geht dieses Verbot allerdings nicht weit genug. Sie versammeln sich deshalb seit 2002 mehrmals pro Jahr an unterschiedlichen Orten in Deutschland und Österreich um gegen ein potentielles Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu demonstrieren. Dabei setzten sie in ihren Verlautbarungen Abtreibung mit Mord gleich. Bei der vom Bundesverband für Lebensrecht organisierten Veranstaltungen treffen sich CDU/CSU und AfD Abgeordnete mit christlich-fundamentalistischen und evangelikalen Organisationen. Diese Entwicklungen laufen parallel zu einer aufstrebenden Bewegung rechter Frauen, die einen vermeintlichen Feminismusbegriff instrumentalisieren, um rechte und rassistische Ideologien zu platzieren.
Über diese Themen wollen wir in einer Veranstaltungsreihe sprechen und dazu aufrufen sich den Kräften entgegen zu stellen, welche die bestehende Kriminalisierung autonomer Entscheidungen über den eigenen Körper aufrecht erhalten und diese noch verstärken wollen.

Informationsverbot? - Wie die Aufklärung über Abtreibungen kriminalisiert wird.

[iL*] - 25. Juli 2018 - 12:15
Eine Podiumsdiskussion aus der Sicht einer Ärztin, einer Jursitin und einer Aktivistin.


*** Veranstaltungsreihe "Antifeminismus von Rechts" in Hamburg ***
Im November 2017 verurteilte ein Gericht die Ärztin Kristina Hänel zu einer Geldstrafe, weil sie auf ihrer Website Informationen über Abtreibungen bereitgestellt hatte, sowie über die Möglichkeit der Durchführung dieser in ihrer Praxis informierte. In der Folge wurde und wird in Deutschland wieder verstärkt über die geltenden Abtreibungsgesetze diskutiert. Denn der im Jahr 1933 von den Nationalsozialisten eingeführte § 219a StGB verbietet es, Ärzt_innen öffentlich über Schwangerschaftsabbrüche zu informieren.Auch in der Politik ist das Thema angekommen. Bereits Anfang 2018 hatten die Parteien SPD, die Linke, sowie die Grünen jeweils eigene Anträge zur Abschaffung des § 219a ausgearbeitet.Die SPD zog ihrenAntrag jedoch später zurück.Wir wollen darüber diskutieren, warum ein Informationsverbot, wie es §219a vorsieht, problematisch ist, warum eine Abschaffung bisher gescheitert ist und welche Perspektive es dafür nichtsdestotrotz gibt.
Neben der Werbung sind Abtreibungen immer noch grundsätzlich verboten, werden aber in den ersten drei Monaten nicht verfolgt. Dadurch statuiert das Gesetz immer noch eine Kriminalisierung der Abtreibung. Für die Teilnehmer_innen des Marschs für das Leben geht dieses Verbot allerdings nicht weit genug. Sie versammeln sich deshalb seit 2002 mehrmals pro Jahr an unterschiedlichen Orten in Deutschland und Österreich um gegen ein potentielles Recht auf sexuelle Selbstbestimmung zu demonstrieren. Dabei setzten sie in ihren Verlautbarungen Abtreibung mit Mord gleich. Bei der vom Bundesverband für Lebensrecht organisierten Veranstaltungen treffen sich CDU/CSU und AfD Abgeordnete mit christlich-fundamentalistischen und evangelikalen Organisationen. Diese Entwicklungen laufen parallel zu einer aufstrebenden Bewegung rechter Frauen, die einen vermeintlichen Feminismusbegriff instrumentalisieren, um rechte und rassistische Ideologien zu platzieren.
Über diese Themen wollen wir in einer Veranstaltungsreihe sprechen und dazu aufrufen sich den Kräften entgegen zu stellen, welche die bestehende Kriminalisierung autonomer Entscheidungen über den eigenen Körper aufrecht erhalten und diese noch verstärken wollen.

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