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Aktualisiert: vor 21 Minuten 40 Sekunden

Verweigert euch!

2. Oktober 2026 - 10:27
Der aktuelle Kampf um ökonomische Interessen und eine internationale (Neu-)Ordnung der Welt findet nicht nur in den „heißen“ Konfliktzonen statt.
Es gibt auch Länder, die zwar nicht direkt vom Kriegsgeschehen betroffen sind, in denen die „Logik des Krieges“ aber dennoch so präsent ist wie lange nicht mehr. Scheinbar unaufhaltsam wird die vermeintliche Notwendigkeit einer kollektiven Kriegstüchtigkeit mit Nachdruck in die Köpfe und Institutionen eingeschrieben. Die Debatten über Aufrüstung und Wehrpflicht bedienen sich einer Sprache und Überzeugtheit, die Gegenentwürfe schier unmöglich erscheinen lassen.
Alle Bewegungen weltweit, die sich für eine befreite Gesellschaft einsetzen, sind vor die Frage gestellt, wie sie sich dem Krieg und seiner Logik entziehen und weiterhin für ein würdevolles Morgen für alle streiten können. Denn es sind gerade diese Kämpfe „von unten“, in denen sich der Horizont eines Friedens auftut. Ein Frieden, der gegen die Verhältnisse erkämpft wird, die den Krieg erst hervorbringen.
Der Sammelband Verweigert euch! versteht sich als Beitrag zu einer größeren antimilitaristischen Suchbewegung nach Mitteln und Möglichkeiten, der Ausweitung kriegerischer Gewalt in unserer Gegenwart und den transnational verwobenen Verhältnissen dieser Gewalt etwas entgegenzusetzen.
Zum Abschluss unserer Reihe „Im Krieg. Gegen Krieg“ werden ein Genosse und eine Genossin von dem Autor*innen-Kollektiv das Buch Verweigert euch! vorstellen. Im Anschluss wollen wir gemeinsam ins Gespräch kommen.

Iran between War and Revolution

21. September 2026 - 18:50
This talk centers the experiences, rights, and political agency of Iranian people amid the recent US–Israeli military escalation against Iran. It examines how military attacks were presented by some as “help” for Iranians and a route to liberation; while some supported this view, many rejected the idea that freedom can be achieved through war, sanctions, and foreign intervention.
Placing the war in the context of Iran’s longer struggle for liberation and justice—including the recent January uprising and the Jin, Jiyan, Azadi movement—we will explore the competing narratives and disinformation campaigns that have shaped public understanding of the conflict and obscured civilian harm.
The talk will examine how Iranians are confronting violence from multiple directions: the impact of external war on everyday life, including access to food, medicine, infrastructure, safety, and communication, alongside intensified domestic repression by the Islamic Republic through internet blackouts, executions, surveillance, and restrictions on political organizing. It will also highlight the forms of resistance and solidarity being organized against war, state violence, and the conditions that continue to constrain the struggle for a democratic future.

The Talk will be held in English with whisper translation into German.

Im Mittelpunkt dieses Vortrags stehen die Erfahrungen und die politische Handlungsfähigkeit der iranischen Bevölkerung vor dem Hintergrund der jüngsten militärischen Eskalation der USA und Israels gegen den Iran. Es wird untersucht, wie militärische Angriffe von einigen als „Hilfe“ für die Iraner*innen und als Weg zur Befreiung dargestellt wurden; während einige diese Sichtweise teilten, lehnten viele die Vorstellung ab, dass Freiheit durch Krieg, Sanktionen und ausländische Interventionen erreicht werden könne.

Indem wir den Krieg in den Kontext des langjährigen Kampfes in Iran für Befreiung und Gerechtigkeit stellen – einschließlich des jüngsten Aufstands im Januar und der „Jin, Jiyan, Azadi“-Bewegung –, werden wir die konkurrierenden Narrative und Desinformationskampagnen untersuchen, die das öffentliche Verständnis des Konflikts geprägt und das Leid der Zivilbevölkerung verschleiert haben.
Der Vortrag wird untersuchen, wie die Iraner*innen mit Gewalt aus verschiedenen Richtungen konfrontiert sind: den Auswirkungen des externen Krieges auf den Alltag, einschließlich des Zugangs zu Nahrungsmitteln, Medikamenten, Infrastruktur, Sicherheit und Kommunikation, sowie der verschärften innenpolitischen Repression durch die Islamische Republik mittels Internet-Sperren, Hinrichtungen, Überwachung und Einschränkungen politischer Organisation. Er wird zudem die Formen des Widerstands und der Solidarität hervorheben, die gegen Krieg, staatliche Gewalt und die Bedingungen organisiert werden, die den Kampf für eine demokratische Zukunft weiterhin einschränken.

Der Vortrag wird auf Englisch gehalten werden. Es wird eine Flüsterübersetzung ins Deutsche geben.

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